Nach zwei 3:0-Siegen – einmal in der Meisterschaft und einmal im Cup – in den vergangenen zwei Spielen, blicken die FC-Aarau-Frauen äusserst optimistisch auf das sechste Meisterschaftsspiel der Saison gegen Schlieren.

«Alle sind bereit und fit, wir haben weder verletzte noch gesperrte Spielerinnen zu beklagen. Ich denke, wir sind gut aufgestellt für die Partie am Samstag», so Trainer Charles Grütter. Ein Selbstläufer würde der Match aber keinesfalls werden: «Die Mannschaft ist sehr jung. Das bringt zum einen eine unglaubliche Dynamik mit sich, wie man sie im Spiel gegen Küssnacht beobachten konnte, andererseits können wir wegen unserer Unerfahrenheit leicht aus dem Konzept gebracht werden, da wir keine Spielerinnen haben, die das Team beruhigen können.» Das liege daran, dass gestandene Spielerinnen, wie beispielsweise Lara Zürcher, frisch aus einer Verletzungspause kommen.

Gutbesuchte Trainings

Wie die eigenen Stärken gegen Schlieren eingesetzt werden können, daran arbeitet Grütter seit Dienstag mit dem Team. «Anfangs Woche haben wir damit begonnen an der Taktik zu arbeiten.» Erfreulich sei auch, dass während den vier wöchentlichen Trainingseinheiten der FCA-Frauen, keine Absenzen zu vermelden seien. «Es herrscht eine Euphorie in der Mannschaft, wirklich alle sind motiviert, das macht Freude», lobt der Trainer sein Team.

Eine Spielerin ist gar noch ein wenig aufgeregter, als der Rest: Aussenverteidigerin Siria Berli spielt am Samstag zum ersten Mal in ihrer Laufbahn gegen ihre Schwester. Über das bevorstehende Familienduell sei zuhause jedoch noch nicht viel geredet worden, wie die 16-Jährige erzählt: «Mit Mara habe ich noch wirklich darüber geredet. Dennoch ist Nervosität aber auch die Vorfreude um einiges grösser, als an einem anderen Spiel. Schliesslich ist sie meine grosse Schwester. Da will ich zeigen, was ich kann», erklärt Berli schmunzelnd. Dazu käme, dass die gesamte Familie zuschauen werde. 

Famlienduell

«Alles in allem wird es sicher ein Spiel auf Augenhöhe – schwierig aber spannend», so Berli. Das sieht auch Trainer Grütter so: «Schlieren ist ein Gegner, den man ernst nehmen muss.» Ein Sieg sei aber keinesfalls unrealistisch. «Die Punkte liegen auf der Strasse.» Es liege am Team, sie jetzt einzusammeln. 

Wie das Familienduell zwischen dem Tabellen fünften und sechsten ausgeht, wird sich am Samstag ab 18 Uhr auf dem Zelgli in Schlieren herausstellen.