Vergangenen Samstag kassierten die Frauen des FC Aaraus die vierte Niederlage in Folge. Seither sind zudem vier Spielerinnen ausgefallen. In den letzten Wochen war oft von fehlenden Emotionen und fehlender Leidenschaft die Rede. "Es war in der tat nicht gerade ein goldener Herbst". Auf das Spiel gegen die Femina Kickers Worb würde diese Aussage jedoch nicht zutreffen, findet Trainer Charles Grütter: "Bis zur 74. Minute war es ein guter Match. Nach dem 0:1 haben wir ein wenig aufgetan, sind risikofreudiger geworden. Das Team ging so aber auch das Risiko ein, noch einen Gegentreffer zu kassieren, was dann auch passierte." Mit Gesamtleistung der Mannschaft, sei er aber nicht unzufrieden gewesen.

Nicht so goldener Herbst

Trotzdem wäre man um Punkte im letzten Spiel der Vorrunde nicht undankbar. Ein schwieriges Vorhaben, wenn man bedenkt, dass die Bernbieterinnen nach 12 Partien fast doppelt so viele Punkte auf dem Konto haben, wie Aarauerinnen. Motiviert sei das junge Team aber allemal: "Wir haben uns gut vorbereitet, sind gut aufgestellt und die Taktik sitzt." Den Verlauf des Spieles könne er aber dennoch nicht vorhersagen. Schliesslich sei Thun eine Mannschaft mit viel Routine. Und auch die Qualität der Thunerinnen sei beachtlich, wie Grütter erzählt: "Einige Spielerinnen haben schon bei Worb oder YB in der Nationalliga A gespielt."

Im Hinspiel sind erkämpften sich die Aarauerinnen dennoch einen Punkt gegen die Tabellenzweiten. Die Herausforderung im letzten Spiel des Jahres sei, die junge Mannschaft nochmal zu motivieren. "Es ist ein junges Team. Wir haben acht bis neun Spielerinnen zwischen 16- und 19 Jahren", erklärt Grütter. Panik hätte er deswegen aber nicht. Schliesslich sei er ja Trainer dieses Teams, weil er mit solchen Situationen gut umgehen kann.

Der Match ist das Dessert

"Ich finde einfach, wenn man zehn Stunden in der Woche für etwas trainiert, dann sollte doch der Match am Wochenende das Dessert sein", sagt Grütter schmunzelnd. Dass die Mannschaft langsam müde sei, sei aber auch verständlich. 

Für die Weihnachtszeit wünscht Grütter seinem Team eine gute Regeneration und eine gute Zeit. Doch vorher heisst es noch ein letztes mal: 90 Minuten Gas geben. Anpfiff ist im Schachen um 18 Uhr.