Vergebene Chancen, viele Fouls und zu wenig Energie. Bei den Frau. Am Samstagabend gab es im Zelgli Schlieren verschiedene Baustellen, an denen sie hätten arbeiten müssen. Wobei man zu Beginn eine einigermassen ausgeglichene Partie geboten bekam. 

In der Startaufstellung war unter anderem die 15-jährige Alayah Pilgrim. Das junge Team wirkte motiviert. Mit Lara Zürcher, die aus der Verletzungspause zurückkam hatte man zusätzlich eine gestandene Spielerin, auf die man setzen konnte - wenn auch nicht von Anfang an. 

Schadensbegrenzung

Die anfängliche Euphorie verflog aber relativ schnell. Wie von Trainer Charles Grütter vorhergesehen, war die jugendliche Unerfahrenheit ein Gefahrenherd, der sich in der 70. Spielminute im 1:0 für das Heimteam zeigte. Nur sechs Minuten später legten die Zürcherinnen nach, worauf Sarah Hediger drei Minuten später mit dem 1:2 den Schaden begrenzte.

Das Familienduell zwischen FCA-Verteidigerin Siria Berli und ihrer Schwester Mara war nach knapp 45 Minuten bereits wieder vorbei. Eine alte Fussverletzung zwang die fünf Jahre ältere Schwester der Aarauerin schon früh vom Platz.

Die Emotionen fehlten

Auch ohne Schwesternduell konnte Berli für Aarau immer wieder Angriffe initiieren und Chancen herausspielen. Die konnten leider nie verwertet werden. Mal klappte eine Annahme nicht, mal flog der Ball wenige Centimeter über den Kopf der Stürmerin.

Nach den drei Toren geschah neben einigen Fouls nicht mehr viel. Demonstrativ für eine Partie der, wie Lara Zürcher erklärt, die Emotionen fehlten. «Es war so ruhig, niemand sagte etwas. Auch die Fehlentscheide des Schiedsrichters wurden einfach so hingenommen», findet Zürcher. Ihrer Meinung nach fehle der Mannschaft eine gewisse Aggressivität, die zum Sieg führen würde.

Am Samstag, 27. Oktober geht es weiter gegen Therwil. Mit drei Punkten befindet sich das Team auf Tabellenplatz neun. Nur vier Punkte mehr haben die FCA-Frauen, trotzdem kann man davon ausgehen, dass die Frauen im Schachen auf jeden Fall wieder alles geben werden, um in der Tabelle weiter nach oben zu klettern.

FC Schlieren - FC Aarau Frauen, Stimmen zum Spiel (20.10.2018)

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