Verwahrung

Wegen Mörder muss Mägenwil die Steuern erhöhen

Wegen Mörder Steuern erhöht

Wegen Mörder Steuern erhöht

Der Mägenwiler Kris V. ermordete vor sechs Jahren eine junge Frau und kostet nun die Gemeinde jährlich soviel, dass die Gemeinde ihre Steuern erhöhen muss.

Der Mägenwiler Kris V. ermordete vor sechs Jahren eine junge Frau und kostet nun die Gemeinde jährlich soviel, dass die Gemeinde ihre Steuern erhöhen muss.

264'000 Franken - so viel kostet der Mörder Kris V. die Gemeinde Mägenwil jährlich. Eine stattliche Summe. 

Nun muss die Gemeinde den Steuerfuss um 6 Prozent auf 96 anheben. Dies berichtet die Lokalzeitung «Reussbote».

Gemeindeammann von Mägenwil, Daniel Pfyl erklärt die Steuererhöhung: «Wir haben wegen diesem Fall Rechnungen auf dem Tisch, die wir mit dem jetzigen Haushaltsbudget nicht mehr begleichen können.»

Der heutige 23-jährige Täter hat seine Strafe verbüsst und sitzt mittlerweile in der Verwahrung. Dennoch sind die Bewohner von Mägenwil über die finanziellen Konsequenzen, die der Fall mit sich bringt alles andere als zufrieden.

Auch die Gemeinde Rupperswil bezahlt viel Geld für einen Prostituiertenmörder.

Peter Senn, Vorsteher des Gemeindeverbandes soziale Dienstleistungen fordert deshalb: «In solchen Fällen muss der Kanton die Kosten für die Gemeinden übernehmen.» Die Verwahrung, im Falle von Kris V., sei eine Massnahme zur Sicherheit der Bevölkerung. Jeder einzelne sei davon betroffen, begründet Senn. 

Ein Lichtblick besteht bereits: Der Regierungsrat schlägt nun vor, dass in solchen Fällen eine Gemeinde nicht mehr als 60'000 Franken pro Jahr bezahlen muss. Der Rest soll aus dem Ausgleichstopf beglichen werden. Der Grosse Rat entscheidet darüber im kommenden Frühling.

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