Circus Monti

Im nächsten Jahr geht der Circus Monti auf Jubiläumstournee

Die Zirkusfamilie Muntwyler (v.l.): Tobias, Vater Johannes, Nicola, Mario und Grossmutter Hildegard. lis

Die Zirkusfamilie Muntwyler (v.l.): Tobias, Vater Johannes, Nicola, Mario und Grossmutter Hildegard. lis

1984 fing alles an beim Circus Monti – und nächstes Jahr feiert er schon seinen 30. Geburtstag. Es soll wieder ein unvergleichliches Programm ganz in Monti-Manier zusammengestellt werden.

Das Jahr 1984 ist vor allem wegen des gleichnamigen Romans von George Orwell bekannt. Die Freiämter sollte «1984» aber an etwas ganz anderes erinnern: Der Circus Monti ging damals erstmals mit einem eigenen Programm auf Tournee. Es braucht keine Mathematik-Jonglage, um festzustellen: Das kommende Jahr ist für den Circus Monti ein Jubiläumsjahr. Zirkusdirektor Johannes Muntwyler bestätigt: «Wir starten im März 2014 mit einem Jubiläumsprogramm in unsere 30. Tournee.»

Werden zum grossen Jubiläum in Flammen stehende Artisten von zehn Meter Höhe in einen in der Manege platzierten leuchtenden Whirlpool springen? «Natürlich sind wir stolz auf das langjährige Bestehen des Zirkus. Das 30-Jahr-Jubiläum werden wir aber nicht speziell zelebrieren», hält Muntwyler fest. Er erklärt: «Für uns ist jedes Programm eine eigene Feier. So soll es auch 2014 sein.» Spezielle Nummern, authentische Artisten und ein insgesamt unvergleichliches Programm wird es ganz in Monti-Manier dennoch geben. Die beiden Regisseure Andreas Muntwyler und Ulla Tikka wurden an der Medieninformation per Skype zugeschaltet, da sie im Moment in einem Zirkus in Leipzig engagiert sind.

Monti 2014 und die Bohemiens

Die Regisseure gaben einen Ausblick auf das Jubiläumsprogramm, das unter dem Thema Bohemiens (vom Französischen «bohème») laufen wird. «Wir lassen, inspiriert aus Henri Murgers Buch ‹Boheme› und der Oper ‹La Bohème› von Giacomo Puccini, die Lebensart, die Wünsche, die Ängste und die Träume der heutigen Bohemiens ins neue Monti-Programm einfliessen», sagte Andreas Muntwyler, der quasi als «verlorener Sohn» pünktlich zum Jubiläum wieder in die Monti-Welt zurückkehrt.

Zusammen mit dem Wohler Lukas Stäger, der für die Musik zuständig ist, zeichnen die beiden Regisseure für das Konzept verantwortlich. Mit einem 16-köpfigen Artistenteam, das Menschen aus der ganzen Welt vereint, wolle man eine wilde und unbekümmerte Energie in der Manege entfalten und das Universum der Bohemiens aufleben lassen. «Wir werden ausdrucksstarke und eigenständige Frauen und Männer zeigen, die etwas zu erzählen haben», so Andreas Muntwyler.

Wie bei den Bohemiens, bei denen Cafés ein zentraler Ort waren, wird ein grosser Tisch in der Manege eine zentrale Requisite darstellen. «Die Zuschauer erwartet zudem beispielsweise eine ganz spezielle Besenakrobatik», verrät Muntwyler. Ausserdem wird das clowneske Duo «Kapelle Sorelle» (Charlotte Wittmer und Ursina Gregori) die Inszenierung mitgestalten. Bekannt wurden die beiden in der Kleinkunstszene. Mit ihrem verschrobenem Humor ist es ihre Aufgabe, die Besucher durch das Programm zu leiten.

Manege in Städten überrannt

Am Sonntag beendet der Circus Monti nach 235 öffentlichen Vorstellungen in 43 Gastspielorten seine diesjährige Tournee. «Wir sind sehr zufrieden», zog Johannes Muntwyler Bilanz. Vor allem die sehr positiven Zuschauerzahlen freute die Monti-Crew: In Zürich und Bern wurde die Manege beinahe überrannt, in beiden Städten erreichte man eine neue Bestmarke. «Das Programm  ‹popUp› vermochte das Publikum anscheinend zu verzaubern», so Muntwyler. Während der Saison konnten die Frische und die Fröhlichkeit des jungen Teams beibehalten werden, führte er aus.

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