Möriken

Fatales Missgeschick treibt 31-jährigen Bauernsohn in den Ruin

Missgeschick treibt Bauernsohn in den Ruin

Missgeschick treibt Bauernsohn in den Ruin: Die Gebäuderversicherung fordert nun fast 600000 Franken zurück.

Thomas B. hat 2013 aus Versehen den Hof seiner Familie in Möriken in Brand gesetzt. Trotz Absichtslosigkeit kommt ihm dies nun teuer zu stehen. Der 31-Jährige wurde zu einer Busse und Geldstrafe verurteilt. Zusätzlich fordert die Gebäudeversicherung AG von ihm fast 600`000 Franken.

Thomas B. hat 2013 aus Versehen und ohne Absicht den Hof seiner Familie in Möriken in Brand gesetzt. Am Freitag wurde er vom Bezirksgericht Lenzburg verurteilt. Die Folge für den 31-Jährigen: Eine happige Rechnung über fast 600000 Franken.

Am 17. September 2013 brannte in Möriken ein Bauernhof lichterloh. Die Flammen waren in der gesamten Region zu sehen. Ausgelöst hatte das Feuer der Bauernsohn Thomas B. – durch ein Missgeschick. Für dieses wurde er am Freitag vom Bezirksgericht Lenzburg verurteilt.

Grossbrand von Bauernhaus in Möriken scheint geklärt

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Der heute 31-Jährige hatte mit einem Winkelschleifer gearbeitet, als ein Funke in die ungenügend abgedeckte Güllegrube sprang. Es kam zu einer Verpuffung und eine grosse Flamme entzündete das Heu und Stroh im oberen Stockwerk der Scheune.

Nur dank der schnellen Hilfe der Dorfbewohner wurden beim Brand weder Tiere noch Menschen verletzt. Jedoch entstand ein Sachschaden von fast 1,5 Millionen Franken.

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Busse ist das kleinere Übel

Das Bezirksgericht Lenzburg hat den 31-jährigen Thomas B. wegen fahrlässigen Verhaltens zu einer Busse und einer Geldstrafe. Dies alleine wäre an sich gar nicht so schlimm. Dennoch kostet der Brand den Jungbauern ein Vermögen: Die Aargauer Gebäudeversicherung fordert nun Leistungen von fast 600000 Franken zurück.

«Das ist unmöglich», sagt Marcel Aebi, der Verteidiger des Mörikers. «Ein junger Mann, der am Anfang seines Lebens steht, kann nicht einfach 600000 Franken liefern.» Aebi wird das Urteil weiterziehen.

Der Fall von Thomas B. zeigt ein bisher unbeachtetes Problem auf, wie der Aargauer Bauernverband auf Nachfrage von Tele M1 bestätigt: Viele Bauern arbeiten heute noch ähnlich wie Thomas B. – allerdings ist glücklicherweise noch nie etwas Vergleichbares passiert. (edi)

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