August ist Lesezeit, zumindest in Amerika. Wer kann, der spannt in den Hochsommertagen am Strand aus und konsultiert dabei ein gutes Buch. Dieses Jahr besonders gefragt sind Werke, die sich mit den (sehr unterschiedlichen) Persönlichkeiten der beiden Präsidentschaftskandidaten befassen.

Mein persönlicher Favorit ist «TrumpNation», eine spritzig geschriebene Biografie Donald Trumps aus der Feder des Wirtschaftsjournalisten Timothy O’Brien. Zwar erschien das Buch bereits im Jahr 2005, und ist deshalb (selbst in der Neuauflage) leicht veraltet; O’Brien beschreibt aber höchst anschaulich, mit welchen Methoden der Geschäftsmann vorgeht. Auf Deutsch erhältlich ist die aktuelle Biografie «Never Enough» («Die Wahrheit über Donald Trump»), geschrieben von Michael D’Antonio. Leider ist der Wälzer aus der Feder des erfahrenen Journalisten etwas langfädig.

Wer es gerne etwas leichter hat, dem sei «Yuge!» empfohlen: eine Zusammenstellung der beliebten «Doonesbury»-Comicstrips, gezeichnet und getextet von Garry Trudeau. Der linke Satiriker sah bereits vor 30 Jahren voraus, dass Trump sich dereinst um das Weisse Haus bewerben werde.

Weniger ergiebig ist leider die Liste mit guten Büchern über Hillary Clinton. Immer noch empfehlenswert ist «Ihr Weg zur Macht» (im Original: «Her Way»), eine kritische Biografie aus dem Jahr 2007, verfasst von den beiden Enthüllungsjournalisten Jeff Gerth und Don Van Natta. Wer sich für die Amtszeit der Aussenministerin Clinton (2009 bis 2013) interessiert, der sollte Mark Landlers Buch «Alter Egos» lesen. Leider ist dieses Werk nicht auf Deutsch erhältlich.
Und nun: Viel Spass beim Lesen.