Lieber Hüsnü,

was ich dir schreibe, könnte falsch verstanden werden. Darum will ich dir zuerst sagen, wie toll ich deine Ratschläge finde, und du scheinst über eine grosse Herzensbildung zu verfügen. Aber ich frage mich, warum sich viele Ausländer weigern, richtige Arbeiten zu machen. Ich habe einem jungen Eritreer eine Stelle im Spital verschafft, aber er sagte, er wolle nicht die Scheisse von anderen wegmachen. Wäre etwas mehr Dankbarkeit und Respekt gegenüber unserem Land nicht angebracht?»

Fritz H., Affoltern a. Albis, über Facebook

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Lieber Herr Fritz,

Danke für diese Frage, danke für deine Komplemente. Das war der Dankbarkeit. Jetzt kommen wir zum Scheisse: Erzähl ich dir mein persönliche Geschichte, wo anfangt vor viele Jahre, wann meine Vater war selber jung. Im diese Zeit, alle junge Männer vom seine Dorf wollen nach Europa gehen, wo gibt es Arbeit, Geld, Frauen, Zigaretten. Eine Tag kommt eine grosse Reisebus vom Deutschland, wo will bringen alle junge Männer zum dort leben und arbeiten. Eine Mann mit schöne Anzüge schreibt alle Namen, wo will mitgehen. «Gibt es Arbeit für euch im Autofabrik», hat er gesagt, «und wer arbeit gut, bekommt auch Villa, Chefsofa und Frau».

Der Bus ist sofort voll mit alle Männer, auch meine Vater will nach Deutschland fahren zum Almanci werden. So heissen Menschen, wo leben dort. Der Bus fahrt zwei Tage und zwei Nächte bis Istanbul, dann diese Mann im Anzüge fragt zu meine Vater: «Was kannst du arbeiten?» «Weiss ich drei Sprachen und kann ich gut malen und mit Werkzeuge arbeiten.» Der Mann lacht. «Bist du so dumm.

Glaubst du, der Europa holt dir zum Land anmalen? Musst du dort dem Scheisse wegmachen vom andere Loite, das ist dein Arbeit, und wann du willst, kannst du im drei Sprachen singen, so der Zeit geht bisschen schneller». Meine Vater aussteigt vom Bus und geht wieder nach Hause. Er träumt, eine Tag hat er Sohn, wo geht nach Europa zum Chef werden.

Natürlich wissen wir, wie diese Geschichte geht weiter. Bekommt er sieben Töchter und dann eine Sohn, wo bin ich. Aber seine Frau, wo ist mein Mutter, will mir nicht lassen. «Der Europa soll andere Söhne nehmen zum Arbeiten», sagt sie, «meine Hüsnü bleibt hier und esst meine Börek.» Aber ob will ich oder nicht, sowieso, ich muss bleiben. Weil, bis ich war eine Mann geworden, der Europa hatte viel Scheisse, aber keine Schaufel zum Wegmachen. Gibt es kein Arbeit für fremde Männer. Wann ich bin zuerst hierhergekommen, ich wollte nicht bleiben. War ich für Ferien da.

Dann jemand hat mir für Call Center genommen. Dort ich höre alle Probleme vom Loite und versuche ich zu helfen. Auch hier im Zeitung ich arbeite mit Probleme vom Menschen. Niemand schreibt: «Guten Tag, Hüsnü, will ich nur schnell fragen, wie geht es dir, weil meine Leben ist super.» Der Loite schreibt vom Kollegen, vom Ehemann, Ehefrau, Kusine, Nachbar und Chef, wo macht blöde Sachen. Und ich soll gut machen. So kann man sagen, ich mache der psichische Scheisse bisschen weg. Jede soll der Arbeit machen, wo kann am besten.