Markstimmung: Schweiz, leichtes Aufbäumen möglich, Nachfrage von institutionellen Anlegern noch nicht signifikant, trotz sinkender Wertschriftennotierungen! -- Gold wieder leicht unter der wichtigen Marke von 1‘100 US-$ pro Unze (Aktuell: 1‘088)! Oel, keine Chance auf Rebound, leichtes Minus für Lufthansa und Ryanair – Euro verliert weiterhin gegenüber dem US-$ an Boden.

Anlagevorschlag: Der Kurszerfall der Aktien der Deutschen Bank akzentuiert sich immer wie mehr und ein Ende dieser Talfahrt ist an der Börse nicht in Sicht. Der Gigant aus Frankfurt am Main mit über 100'000 Angestellten galt früher in Sachen Marktkapitalisierung im europäischen Branchenvergleich als einer der Topwerte. Heute wiegt die Schweizerische UBS mehr als doppelt so viel an der Börse wie eine Deutsche Bank (Börsensymbol: DBK GY). Wer hätte dies früher für möglich gehalten. Damit ersehen Sie, welche Managementleistung der UBS-General Sergio Ermotti in den letzten Jahren vollbracht hat. Er hat die UBS auf Vordermann gebracht. Interessant sind die Aspirationen des ex-UBS-Topmanagers John Cryan an der Spitze der Deutschen Bank: Man möchte der UBS in ihrer Paradedisziplin, sprich Investmentmanagement, Marktanteile abjagen und unter die fünf grössten Vermögensverwalter der Welt vorstossen. Grosser Sieger in der Ausmarchung wird der Kunde sein: besserer Service und tiefere Preise. Eines ist klar, mit dem Know-how-Transfer des smarten Engländers zur Deutschen Bank wird der Kampf um die heiss begehrten Kunden mit sicherlich härteren Bandagen ausgefochten. Es würde mich daher nicht überraschen, wenn weitere UBS-Top-Cracks die Seite in diesem Bereich wechseln. Schwieriger wird es aber hingegen im Investmentbanking: Die UBS hat vor kurzem ein Ratingupgrade erhalten. Dadurch werden speziell die UBS-Ausleihungen, sprich Obligationen, einem erweiterten Kundenkreis schmackhaft gemacht. Verschiedenste Grossanleger können nur Investitionen vollziehen, sofern ein gewisses Rating der Obligationen vorhanden ist. Dies wird der UBS verstärkten Auftrieb geben und natürlich kostengünstige Batzeli in die Kassen spülen. Daher würde ich trotz dem verlockenden Kursniveau bei der Deutschen Bank noch nicht einsteigen.  

Investmentstrategie: momentan NICHT KAUFEN: wichtig, der ideale Einstiegspunkt rückt immer wie näher! Speziell mittels gedeckter Call-Optionen könnte sich der Einstieg wirklich lohnen, aber haben Sie noch ein bisschen Geduld. Speziell die Situation der italienischen Banken könnte noch für Bauchschmerzen sorgen.

Wer die Börsentipps aus dieser Kolumne umsetzt, tut dies auf eigenes Risiko. Wir übernehmen keine Verantwortung.