• Die Papiere der Credit Suisse (Börsensymbol: CSGN) setzen ihren Höhenflug fort: Ein Kursplus von 18 Prozent innert dreier Monate wird zum Triumphzug der Abteilung «Besserwisser». Erinnert sei an dieser Stelle an die hochspekulativen Käufe im gigantischen Ausmass von den damals noch wertlosen CallOptionen – nur Stunden vor dem Investorentag in London. Auf jeden Fall scheint CS-Chef Tidjane Thiam Kräfte zu entfesseln, welche ein neutraler Marktbeobachter bis vor zwei Monaten für kaum möglich hielt. Wie immer gibt es von meiner Seite entsprechendes Zahlenmaterial aus dem Handel am Donnerstag in New York. Das Call-Put-Verhältnis betrug 99:1. Schon diese Zahlen sind sehr verdächtig. Das Optionsvolumen ist rund dreieinhalbmal höher als der Jahresdurchschnitt. Meine «kolportierten» News, dass die 20 Franken pro Aktie ins Visier der obersten Firmenetage genommen werden, hat an Wahrheitsgehalt deutlich zugenommen.

    Ach ja, die «Besserwisser», welche damals vor dem Investorentag wertlose Optionen erstanden haben, liegen bei einem aktuellen Gewinn von 152 Prozent. Um meine Theorie abzurunden: Die spekulativen Optionspositionen auf den Termin Januar 2019 sind grösser als die Optionsserien mit Verfalldatum Februar, März und Juni 2018 zusammen. Mit einem Verhältnis von 81:19 auf den Januar 2019 sind die Würfel schon jetzt gefallen. («Bestätigtes Börsenwunder» der CS: Nachkaufen unter allen Umständen)
  • Ganze Arbeit hat die Abteilung «Innerschweizer Börsenwunder» geleistet: Der Call-Warrant (SIKUBU) auf Sika (Börsensymbol: SIK) wurde der UBS einen Tag vor Bekanntgabe des sensationell anmutenden Jahresergebnisses 2017 regelrecht aus den Händen gerissen. Mit einem Zuwachs von 533 Prozent (Rekordstand) seit der Emission im Februar 2017 ist der Jackpot wohl geknackt. Die Abteilung Besserwisser hat sich nicht einmal mehr Gedanken gemacht, das frivole Handeln zu verschleiern. (Nachkaufen unter allen Umständen)
  • Einsteigen und Platz nehmen heisst es beim institutionellen Vermögensverwalter GAM Holding (Börsensymbol: GAM). Trotz eines Zuwachses von über 9 Prozent im 2018 sollten Sie alles daransetzen, weitere Papiere zu erwerben. Wie ich in New York recherchieren konnte, kaufen US-Vermögensverwalter wie wild diesen Titel. Beeilen Sie sich, bevor es nicht zu spät ist. (Nachkaufen unter allen Umständen) 
  • Erinnern Sie sich an meine Dauerkaufempfehlung Fraport (Börsensymbol: FRA)? Nun zitiere ich Ihnen eine Meldung der Nachrichtenagentur DPA vom 11. Januar): «Die Schweizer Grossbank UBS hat ihre bisher negative Einschätzung für die Fraport-Aktien aufgegeben und das Votum gleich um zwei Stufen erhöht. Der für die Papiere neu zuständige Analyst Cristian Nedelcu rät laut einer am Donnerstag vorliegenden Studie nun zum Kauf. Zuvor hatte die UBS mit «Sell» votiert. Bemerkenswert ist auch die Anhebung des Kursziels um fast 70 Prozent von 62 auf nun 105 Euro. Mit einem Zuwachs von 73 Prozent innert eines Jahres zählen Sie als Leser dieser Kolumne zu den Gewinnern in diesem Pokerspiel. Der deutsche Börsenindex DAX erreichte im gleichen Zeitraum einen Zuwachs von nur 14,6 Prozent. (Nachkaufen im Einklang jetzt auch mit der UBS) 
  • Die Papiere von Netflix (Börsensymbol: NFLX) erreichten ein neues Rekordhoch. Die Aktien des US-Streamingdienstes verzeichnen ein Plus von 68 Prozent innert zwölf Monaten. Obwohl das Kurs-Gewinn-Verhältnis des mit 94 Milliarden Dollar bewerteten Titels astronomisch hoch ist, können Sie ungeniert zugreifen. Ein Titel, bei dem sich die Konkurrenz endlos die Zähne ausbeissen wird. (Nachkaufen unter allen Umständen)