Kriminalität

Zwei Tote nach Messerattacke in schwedischem Ikea-Möbelhaus

Ein Polizeiauto vor der Ikea-Filiale, wo der Angriff geschah.

Ein Polizeiauto vor der Ikea-Filiale, wo der Angriff geschah.

In einer Filiale des Möbelhauses Ikea in Schweden sind bei einem Angriff zwei Menschen getötet worden. Zwei Männer wurden unter Mordverdacht festgenommen.

Die Polizei wurde nach eigenen Angaben am Montagmittag in die Filiale der Möbelkette in Västeras in Zentralschweden gerufen. Dort habe sie einen mit Stichwunden verletzten Mann und eine Frau vorgefunden, die kurz darauf beide an ihren Verletzungen gestorben seien.

Nach Angaben der örtlichen Gesundheitsbehörden wurde ein weiterer Mann mit schweren Verletzungen ins Spital gebracht. Später stellte sich nach Angaben des Polizeichefs von Västeras, Per Agren, heraus, dass es sich dabei um einen der Verdächtigen handelte.

Agren sprach bei einer Pressekonferenz von einer "verrückten Tat". Zwei Männer seien unter Mordverdacht festgenommen worden. Einer von ihnen sei 1992 geboren worden, der andere 1979. Der Verletzte sei vor Ort festgenommen worden und befinde sich im Spital. Unklar sei noch, wie er sich die Wunden zugezogen habe.

Tatwaffen gefunden

Beide Verdächtigen seien nicht polizeibekannt gewesen. Sie hätten sich "zweifellos" gekannt, nicht aber ihre Opfer. Diese seien möglicherweise zufällig ausgewählt worden. Polizisten durchsuchten am Montagabend weiter die Ikea-Filiale und fanden offenbar die Tatwaffen, zu denen aber keine näheren Angaben gemacht wurden. Das Motiv für die Tat ist nicht bekannt.

Die beiden Opfer seien "dem Anschein nach normale Kunden" gewesen, sagte der Warenhaus-Leiter Mattias Johansson der Lokalzeitung "Västmanlands Läns Tidning" ("VLT"). Angestellte seien nicht unter den Opfern. Die Ikea-Mitarbeiter seien aber geschockt. "Wir sind mit unseren Gedanken bei den Betroffenen", schrieb das Möbelhaus, das nach dem Angriff vorübergehend geschlossen wurde, in einer Mitteilung.

Filiale bis auf Weiteres geschlossen

Das Geschäft wurde geräumt und von der Polizei abgeriegelt, wie auf Bildern im schwedischen Fernsehen zu sehen war. Die Filiale soll bis auf Weiteres geschlossen bleiben. Västeras ist mit rund 110'000 Einwohnern die fünftgrösste Stadt Schwedens und liegt etwa hundert Kilometer von der Hauptstadt Stockholm entfernt.

Ikea-Sprecherin Martina Smedberg sagte der Nachrichtenagentur AFP, es gebe keine Hinweise auf das Motiv des Angreifers. Gegen das Geschäft seien keine Drohungen ausgesprochen worden. Derartige Vorfälle seien "extrem selten und extrem ernst". "Nach meiner Kenntnis ist es das erste Mal, dass sich ein Vorfall solchen Ausmasses ereignet hat", sagte Smedberg.

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