Zwei Städte ohne klare Wahlsieger

Die Gemeinderatswahl in Bad Säckingen endete ohne Gewinner: Nur noch 25 statt bislang 28 Volksvertreter sitzen vom Herbst an im Gemeinderat. Die Wahlbeteiligung erreichte mit 41,4 Prozent einen historischen Tiefstand; vor fünf Jahren lag sie bei 44,8 Prozent, vor zehn Jahren bei 48,4 Prozent.

Die Christdemokraten erlitten eine herbe Niederlage; sie fallen auf 29,8 Prozent, büssten 4,2 Prozentpunkte ein und verloren damit in der Kernstadt zwei Mandate. Zweitstärkste Kraft bleiben mit 24 Prozent Stimmenanteil die Sozialdemokraten, die sich über ein Plus von 1,5 Prozent bei der Gemeinderatswahl freuen dürfen, die Zahl ihrer Sitze damit aber nicht erhöhen konnten. Neu für die SPD im Rat sitzt Rechtsanwalt Frank van Veen.

Ein knappes Rennen um den dritten Rang lieferten sich die Freien Wähler (minus 0,8 Prozent oder total 17,06 Prozent) und die Grünen (plus 3,3 Prozent oder 17,0 Prozent). Die FDP stagniert um die 12 Prozent und kann ihre 2004 überraschend erhaltenen drei Sitze behaupten.

In Laufenburg sehen sich Christdemokraten und Freie Wähler als Gewinner. Die CDU habe gegen den Landes- und Kreistrend Stimmanteile hinzugewonnen und ihren Platz als grösste kommunalpolitische Kraft verteidigt, sagte Fraktionssprecher Karl Martin Mutter. Sein FW-Kollege Paul Eichmann verwies darauf, dass seine Fraktion einen Sitz hinzugewonnen und nun am Ratstisch in gleicher Stärke wie die CDU vertreten sei.

Die SP ist enttäuscht, dass sie keinen vierten Sitz hinzugewonnen hat. Er habe sich vor der Wahl ein weiteres Mandat erhofft, erklärte Fraktionssprecher Robert Terbeck. Die Grünen, die am vergangenen Sonntag die Hälfte ihres Stimmanteils verloren, sind ratlos. Mit nur vier Bewerbern sei ein besseres Ergebnis kaum möglich gewesen, so Fraktionssprecherin Marita Höckendorff. (sk/az)

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