Vor rund einer Woche raste ein 84-jähriger Autofahrer in Bad Säckingen in eine Menschenmenge und löste damit eine ständig wiederkehrende Diskussion aus: Sind ältere Autofahrer eine Gefahr? Dieses Wochenende der umgekehrte Fall: Gleich zwei Neulenker verursachten am Samstag einen Unfall. In Rupperswil wegen überhöhter Geschwindigkeit und in Küttigen mit einem riskanten Überholmanöver.

Rupperswil: Übersetzte Geschwindigkeit führt zu Selbstunfall

Er fuhr zu schnell und verlor dabei die Herrschaft über seinen leistungsstarken Wagen. Ein 19-Jähriger Türke verursachte am Samstagabend in Rupperswil einen Selbstunfall. Der Neulenker fuhr um 22.15 Uhr von der T5 her in Richtung Wildegg und wollte beim Kreisel in Richtung des Strassenverkehrsamt abbiegen. Dabei kam er von der Fahrbahn ab und der BMW mit den drei Insassen wurde in den Wald geschleudert.

Unfall in Rupperswil

Unfall in Rupperswil

Der Fahrer erlitt einen mehrfachen Oberschenkelbruch, der 16-jährige Mitfahrer auf der Rückbank kam mit Rippenprellungen davon. Eine Ambulanz brachte die beiden ins Kantonsspital Aarau, wie die Kantonspolizei am Sonntag mitteilte. Der 17-jährige Beifahrer hatte Glück – er blieb unverletzt.

Der schwere Selbstunfall ist nach ersten Erkenntnissen der Kantonspolizei auf stark übersetzte Geschwindigkeit zurückzuführen. Die Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau eröffnete eine Strafuntersuchung und ordnete beim Fahrer eine Blut- und Urinprobe an.

Den Führerausweis musste der 19-Jährige abgeben. Er besass ihn erst seit drei Monaten. Vom BMW blieb nur noch ein Wrack übrig. Der Totalschaden beläuft sich auf 50 000 Franken.

Küttigen: Riskantes Überholmanöver führt zu Kollision

Ein Neulenker versuchte gestern Mittag in Küttigen auf der Staffeleggstrasse in gewagtes Überholmanöver – es misslang. Es kam zur Kollision mit einem anderen Auto.

Der 25-jährige Lenker fuhr in einem gelben Fiat von Aarau her durch den Horentaltunnel in Richtung Staffelegg, wie die Kantonspolizei am Sonntag mitteilte. Auf dem Überholstreifen fahrend habe sich der junge Mann entschlossen ausgangs Tunnel noch einen Audi zu überholen. Aufgrund der Zusammenführung der Fahrstreifen kam er aber in Bedrängnis: Um einem entgegenkommenden Wohnmobil auszuweichen, schwenkte der Fiat-Fahrer nach rechts und stiess mit dem Audi zusammen. Die Beifahrerin im Audi wurde dabei leicht verletzt und es entstand an den beiden Autos Sachschaden.

Die Kantonspolizei hat aufgrund des riskanten Überholmanöver die Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau eingeschaltet, die eine Strafuntersuchung gegen den 25-jährigen Schweizer einleitete. Gleichzeitig ordnete sie eine Blut- und Urinprobe an und stellte den Fiat sicher. Auch seinen Führerausweis musste der Unfallfahrer abgeben. 

Die Polizei in Schaffisheim sucht Augenzeugen. Insbesondere sucht sie den unbekannten Fahrer des Wohnmobils (Telefon: 062 886 88 88). (fvo)