Kriminalität

Zürcher Brüder für Einbruchserie in Tiefgaragen verantwortlich

Tiefgarage in Bern (Archiv)

Tiefgarage in Bern (Archiv)

Eine sechs Monate dauernde Einbruchserie in Zürcher Tiefgaragen ist geklärt: Ein 26-jähriger Türke und sein 22-jähriger Bruder sollen für 614 Einbrüche und einen Garagenbrand verantwortlich sein. Mit den Diebestouren finanzierten sie ihre Kokainsucht.

Die Brüder versetzten zwischen März und August 2008 mehrere Zürcher Quartiere in Angst. In Zürich-Nord, Opfikon-Glattbrugg und Zürich-Altstetten schlugen sie die Scheiben von insgesamt 614 Autos ein und raubten daraus Handys, Foto- und Videokameras, Navigationsgeräte, Laptops, iPods, CDs, Schmuck und Uhren.

Der Wert der Beute beträgt etwa 220'000 Franken. Der Sachschaden, den sie bei ihren Beutezügen anrichteten, ist allerdings um einiges grösser: Er wird laut einer Polizeimitteilung mit mindestens 700'000 Franken beziffert.

Das Wichtigste sei nun aber, dass sich die Leute in den betroffenen Quartieren wieder sicher fühlen könnten, sagte Stefan Oberlin, Sprecher der Zürcher Kantonspolizei auf Anfrage. Die nicht enden wollende Einbruchserie habe die Bevölkerung sehr beunruhigt.

Für Aufsehen sorgte auch eine Brandstiftung im August 2008 in einer Tiefgarage in Zürich-Nord. Mehrere Autos und Motorräder brannten damals aus, die Bewohner des Mehrfamilienhauses mussten evakuiert werden. Es sei sehr wahrscheinlich, dass das Brüderpaar auch für diese Tat verantwortlich sei, sagte Oberlin weiter.

Die sechsmonatige Diebestour endete am 21. August 2008, als die Zürcher Kantonspolizei den 26-Jährigen in Zollikon ZH verhaften konnte. Sein 22-jähriger Bruder wurde kurz darauf in Zürich-Schwamendingen festgenommen. Seither sitzen die beiden arbeitslosen Drogensüchtigen in Untersuchungshaft.

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