Zehn Tage dauert die Suche nach der vermissten Studentin Olivia Ostergaard mittlerweile an. Nun hat die dänische Zeitung «Ekstrabladet» auf ihrer Website eine Spur veröffentlicht: Nach Angaben der Zuger Polizei gegenüber der Familie der 20-Jährigen, soll sie am Tag ihres Verschwindens, dem 26. März, von einem Zeugen am Zugersee gesehen worden sein.

Suche nach vermisster Olivia Ostergaard geht weiter

Suche nach vermisster Olivia Ostergaard geht weiter

«Deshalb geht die Polizei mittlerweile von einem Selbstmord aus», sagte Olivias Onkel Karsten Ostergaard gegenüber dem «Ekstrabladet». Die Polizei habe die Familie gestern kontaktiert und sie darüber informiert. Danach sei die bekannte Pressemitteilung veröffentlicht worden.

Darin ist allerdings nur die Rede davon, dass die Polizei von einem Selbstmord der Studentin ausgeht. Von einem Zeugen, der Olivia gesehen haben will, liess die Polizei nichts verlauten. Stattdessen heisst es in der Pressemitteilung, dass sich bis gestern kein einziger Zeuge gemeldet habe, der die Vermisste in einem Bus oder Zug gesehen habe.

Polizei: «Kein Kommentar»

Die Zuger Polizei will die Informationen nicht kommentieren. Die Polizei sei aufgrund der Gesamtlage und von Hinweisen zum Schluss gekommen, dass sich Olivia Ostergaard das Leben genommen habe, sagt Marcel Schlatter, Sprecher der Zuger Polizei, auf Anfrage der «Nordwestschweiz».

Auf der Facebook-Seite «Wo ist Olivia» betonen ihre Geschwister weiterhin, dass sie nicht an einen Selbstmord glauben: «Wir wissen nicht, was für ‹Hinweise› die Polizei angeblich gefunden haben soll und wir glauben auch nicht daran.»

Die Suche nach Olivia Ostergaard geht auch heute weiter. Polizeitaucher der Kantonspolizei Schwyz sind bereits im Einsatz.