Kriminalität

Wundersame «Heilung» von «Taubstummen» auf Polizeiposten

Auf dem Polizeiposten fingen angeblich taubstumme Hausierer zu sprechen an (Symbolbild)

Auf dem Polizeiposten fingen angeblich taubstumme Hausierer zu sprechen an (Symbolbild)

Fünf angeblich taubstumme Hausierer, die an Haustüren in der Schaffhauser Region Reiat kleine Gegenstände feilboten, sind auf dem Polizeiposten innert Sekunden «geheilt» worden.

Wie die Schaffhauser Polizei am Dienstag mitteilte, kontrollierte sie am späteren Samstagnachmittag fünf Männer, die mit Holzbasteleien hausierten. Dabei wiesen die Männer Kärtchen vor, auf denen geschrieben stand, sie seien taubstumm, im Heim aufgewachsen, arbeitslos und sammelten Geld für eine Operation, die ihr Gebrechen möglicherweise heilen könnte.

Was die Polizei bei der Kontrolle überraschte war, dass alle fünf "Taubstummen" Handys in den Taschen mitführten, mit denen sie offenbar fleissig telefoniert hatten. In der polizeilichen Einvernahmen konnten sie denn auch auf einmal problemlos hören. Die Männer im Alter von 20 bis 62 Jahren wurden wegen Belästigung von Personen verzeigt und gebüsst.

Wie die Polizei weiter schreibt, registriert sie immer wieder solche ausländischen Banden, die mit vorgetäuschten Gebrechen Mitleid zu erwecken suchen. Die Drahtzieher seien meist Organisationen. Darunter zu leiden hätten namentlich echte Hausierer und hilfsbereite Menschen.

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