Brand
«Wir bauen die Halle wieder auf»

Innert Sekunden stand ein Lebenswerk in Flammen. Aufgeben wird der Geschäftsführer der FAB Auto AG in Wohlenschwil, Sascha Bärtschi, aber nicht: Er baut die Halle bald wieder auf.

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Roman Schenkel

Nur noch das Gerüst und die Kalksandsteinmauer der Lagerhalle stehen. Die Hitze des Feuers hat Stahlträger wie Draht gebogen und geknickt. Alle Computer und die automatische Warentranssportanlage sind verbrannt. Ein Tag nach dem Grossbrand bietet sich in Wohlenschwil ein Bild der Zerstörung.

«Es ist schrecklich, das Lebenswerk meiner Familie wurde zerstört», sagt Geschäftsführer Sascha Bärtschi erschüttert. Sein Grossvater hat die Halle einst bauen lassen.

Lagerhalle wieder aufbauen

Bärtschi gibt aber nicht auf. Er will die zerstörte Halle baldmöglichst abbrechen und wieder aufbauen. «Wir haben gar keine andere Möglichkeit; das ist ein Familienbetrieb, wir leben davon.» Den Brand ausgelöst haben Arbeiten mit einer Trennscheibe: «Ich habe bei einem Auto eine Schraube abgeschliffen und mich dann kurz umgedreht», erzählt der Mitarbeiter der FAB Auto AG, der mit der Trennscheibe gearbeitet hat.

Als er sich dem Auto wieder zugewandt habe, seien bereits grosse Flammen bis zum Hallendach geschossen. «Zuerst habe ich versucht die Flammen mit einer Decke zu ersticken - vergeblich», erzählt er und zeigt die grossen Blasen an seinen Händen. Diese hat er sich beim vergeblichen Löschversuch zugezogen. Auch mit Feuerlöschern sei der Brand nicht mehr zu stoppen gewesen. «Im Nu brannte die ganze Halle lichterloh», sagt er.

Gezielter Feuerwehreinsatz

Sascha Bärtschi, selber Vizekommandant der Feuerwehr Mellingen, hat schnell gemerkt, dass die Halle nicht mehr zu retten war. «Ich habe sofort die Feuerwehr alarmiert.»

Dank deren gezieltem Einsatz konnte die Zwischenwand gehalten und so der hintere Teil der Halle gerettet werden. «Die Feuerwehrkollegen haben ausgezeichnete Arbeit geleistet», sagt Bärtschi. Deshalb sei der Schaden nicht noch grösser ausgefallen.

Doch auch trotz des Grosseinsatzes der Feuerwehr - 120 Feuerwehrmänner standen in der Nacht auf den Mittwoch im Einsatz - beläuft sich die Schadensumme auf mehrere Millionen Franken. «Genau beziffern kann man es natürlich noch nicht, doch es ist mit Sicherheit ein mehrfacher Millionenbetrag», sagt Bärtschi.