Der Nationalpark von Nairobi, in dem sich die KWS-Zentrale befindet, liegt nur sieben Kilometer vom Zentrum der Hauptstadt entfernt und ist schwer bewacht. Die Wilderei befindet sich in Kenia auf dem Vormarsch - angetrieben durch eine steigende Nachfrage in Asien. Dort werden den Hörnern heilende Kräfte nachgesagt.

"Es ist der erste Wilderei-Vorfall in dem Park seit sechs Jahren", sagte ein KWS-Sprecher. Der Nationalpark sei ein "einzigartiges Ökosystem und das einzige Schutzgebiet der Welt in der Nähe einer Hauptstadt". Er gilt als idealer Raum zur Aufzucht der bedrohten Breitmaulnashörner.

Der Handel mit deren Hörnern ist seit 36 Jahren verboten. Nach Schätzungen des KWS kann ein Kilogramm Horn auf dem Schwarzmarkt einen Preis von bis zu 45'000 Euro erzielen. Mit insgesamt 35 getöteten Nashörnern in Kenia seit Januar sei die Zahl schon jetzt höher als im gesamten Vorjahr, sagte der Sprecher.