Schlafzimmerräuber
Weitere Ermittlungen gegen «Schlafzimmerräuber»: War es Mord?

Die Solothurner Staatsanwaltschaft führt die Ermittlungen im Fall des 1992 tödlich verlaufenen Raubüberfalles in Gerlafingen weiter. Ein Angehöriger des Opfers reichte Strafanzeige gegen den Beschuldigten wegen Mordes ein.

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Der Fall des 1992 tödlich verlaufenen Raubüberfalles in Gerlafingen wird neu aufgerollt. Die Staatsanwaltschaft hat entschieden, die Ermittlungen über den Fall weiterzuführen.

Zwar hatte der damalige Staatsanwalt in diesem Fall nie Anklage erhoben. Daher konnte das Kriminalgericht den Fall 1995 nicht beurteilen. Der frühere ausserordentliche Untersuchungsrichter kam im Jahre 2002 zudem zum Schluss, die Tat sei als qualifizierter Raub, verbunden mit Freiheitsberaubung und fahrlässiger Tötung, zu qualifizieren. Aus dieser Sicht wäre die Tat heute verjährt.

Ein Angehöriger der beim Raubüberfall verstorbenen Frau reichte am 12. April 2010 jedoch Strafanzeige gegen den Beschuldigten wegen Mordes ein. Ein 1992 begangener Mord wäre heute noch nicht verjährt. Die Staatsanwaltschaft wird nun prüfen, ob dem Beschuldigten tatsächlich eine Beteiligung an diesem Raubüberfall nachgewiesen werden kann und ob es Mord war. (dge)

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