Einkaufstourismus
Weihnachtseinkäufe: In der Region Basel wird mehr geschmuggelt

Einkaufen im Ausland ist vor Weihnachten beliebt, aber nicht immer verhalten sich Schweizer Konsumenten vorschriftsgemäss. Grenzwächter haben in der Region Basel eine Zunahme des Warenschmuggels festgestellt. Vor allem Fleisch wird illegal eingeführt

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Vor allem Fleisch ist beliebte Schmuggelware. (Symbolbild)

Vor allem Fleisch ist beliebte Schmuggelware. (Symbolbild)

Keystone

In der ersten Weihnachts-Einkaufswoche dieses Jahres sei der Warenschmuggel in der Region Basel um rund einen Viertel im Vergleich zu einer durchschnittlichen Woche gestiegen, sagte Patrick Gantenbein, Mediensprecher der Grenzwachtregion Basel, am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Dies sei eine Momentaufnahme.

Die Situation ändere sich wöchentlich. Gantenbein rechnet aber mit einer weiteren Zunahme des Schmuggels in den nächsten Wochen. Oft werde zu viel Fleisch vom Ausland eingeführt, sagte er weiter. Offenbar sei zu wenig bekannt, dass pro Person nur ein Kilo Fleisch als Frei-Menge importiert werden dürfe.

Ebenfalls oft geschmuggelt würden Speiseöl, Butter und Rahm. Im Ausland werde zudem auch häufig zu einem Preis über dem Frei-Betrag von 300 Franken pro Person und Tag eingekauft und dies dann am Zoll nicht angemeldet. Dies betreffe etwa Pneus, Velos, Brillen, Haushaltsgeräte, Möbel, Schmuck und Sportartikel.

Keine Jagd auf Einkaufstouristen

Geschmuggelt wird vor allem über die deutsch-schweizerische Grenze. Weniger illegale Einfuhren werden in der Region hingegen bei den französisch-schweizerischen Grenzstellen registriert.

Stichproben-Kontrollen macht die Grenzwache auch in der grenzüberschreitenden Basler Tramlinie 8 nach Weil am Rhein (D). Dort würden regelmässig Schmugglerinnen und Schmuggler erwischt, sagte Gantenbein. " Wir machen keine Jagd auf Einkaufstouristen"; es gebe aber Stichproben an den Grenzübergängen und im Landesinneren. Ohnehin seien die Personalressourcen der Grenzwache knapp.

Man könne die Verzollung beschleunigen, wenn man die entsprechenden Belege rechtzeitig vorlegt, rät Gantenbein. Vor allem Einkaufstouristen, die Pakete in Deutschland abholen, würden oft angehalten, weil Wertangaben fehlten.

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