Nach einem Restaurantbesuch in Kleindöttingen hatte sich der 54-Jährige in der Nacht auf Sonntag, gegen 0.30 Uhr, mit seinem E-Bike auf den Heimweg nach Döttingen gemacht. Zu Hause kam er aber nie an. Angehörige meldeten ihn am Sonntag als vermisst. Am Sonntag erschien er auch nicht zur Arbeit. Er erschien nicht zur Arbeit bei seiner Firma, einem Security-Dienst.

Am Montag wurde die Leiche des Mannes in der Aare beim Kraftwerk Klingnau gefunden. Am Dienstagmorgen bestätigt die Kantonspolizei den Tod des Vermissten. Mit einem Suchhund sei nach dem Vermissten gesucht worden, sagt Kapo-Sprecherin Marianne Koch auf Anfrage. Die Polizei suchte auf dem Damm der Aare entlang. Die Spur habe bis zur Brücke und dann noch einige Meter zum Fluss runter gereicht. Danach habe sich die Spur verloren.

Im Rechen des Kraftwerks haben Mitarbeiter des Kraftwerks später die Leiche gefunden. Das E-Bike dagegen wurde noch nicht sichergestellt.

Zur Klärung der Todesumstände hat die Staatsanwaltschaft eine Obduktion angeordnet. Gemäss ersten Ermittlungen der Polizei «dürfte kein Verbrechen vorliegen». 

Der Aaredamm in Döttingen - der Heimweg des Verstorbenen führte hier vorbei

Der Aaredamm in Döttingen - der Heimweg des Verstorbenen führte hier vorbei

Der Mann hat vermutlich auf dem Heimweg die Aarebrücke überquert, welche Kleindöttingen und Döttingen trennt, und ist dann in den Dammweg eingebogen. Dieser führt in Döttingen einige hundert Meter weit der Aare entlang. Am Montagabend waren dort mehrere Kerzen und Blumen, Zeichen der Trauer, aufgestellt.

Auf der einen Seite des Dammes schützt ein Zaun vor einem möglichen Sturz das Bord hinunter; dort, wo der E-Biker mutmasslich zu Tode kam, dagegen nicht.

Es ist nicht das erste Mal, dass ein Unglück hier am Aaredamm passiert. 

  • Am 3. Juni 2008 muss ein Badmeister ausserhalb des Schwimmbads Döttingen eine Frau aus dem Wasser retten. Auf einem Parkplatz unmittelbar beim Aareufer passiert ihr das Malheur, den Vorwärts- statt den Rückwärtsgang einzulegen. Das Auto rollt ins Wasser. Nur dank des schnellen Einsatzes des Bademeisters kann Schlimmeres verhindert werden. 

  • Am 17. Juni 2008 spaziert ein damals 19-Jähriger über die Aarebrücke. Er hört ein lautes Stöhnen. Im Wasser entdeckt er einen 66-jährigen Rentner. Nur mit Mühe schafft er es, ihn aus dem Wasser zu ziehen. Es stellt sich heraus: Der Rentner war mit dem Velo auf dem Heimweg vom Training. Als er bei der Brücke eine Pause einlegte, verlor er das Gleichgewicht und stürzte in die Aare. 

  • Im Juni 2011 treibt eine Frau 300 Meter unterhalb der Aarebrücke mit dem Gesicht nach oben regungslos die Aare hinunter. Eine Patrouille der Regionalpolizei kommt rechtzeitig zum Aaredamm. Ein Polizist springt ins Wasser und kann die völlig erschöpfte Frau retten.