Der Verdächtige bestritt demnach weiter, seine beiden heute 53 und 45 Jahre alten Töchter seit 1970 regelmässig sexuell missbraucht und körperlich misshandelt zu haben. Er habe jedoch keine Beschwerde gegen seine Inhaftierung eingelegt.

Der Bezirkshauptmann von Braunau sagte der österreichischen Nachrichtenagentur APA, die offenbar geistig zurückgebliebenen Töchter des Verdächtigen würden in einer "adäquaten Einrichtung" untergebracht. Sie sollen dem Bericht zufolge in Anwesenheit eines medizinisch-psychiatrischen Sachverständigen befragt werden.

Auch der 80-Jährige werde voraussichtlich medizinisch begutachtet. Nach Angaben der Ermittler zeugte der Verdächtige keine Kinder mit seinen Töchtern. Das hätten eine Vernehmung der beiden Töchter und andere Anhaltspunkte ergeben, teilte der Staatsanwalt mit.

Der Fall erinnert an den Inzesttäter Josef F., der seine Tochter fast ein Vierteljahrhundert lang in seinem Keller in Amstetten festgehalten und mit ihr sieben Kinder gezeugt hatte. Im März 2009 wurde er zu lebenslänglicher Haft verurteilt.