Bielersee-Drama
Untersuchungen nach Bootsunfall gehen weiter

Das Verfahren um das Bielersee-Drama ist weiter im Gang. Die Kapo Bern reagiert auf Medienberichte und wendet sich an die Öffentlichkeit . Sie stellt klar, dass abschliessende Gutachten zur Spurensuche noch nicht vorliegen würden.

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Drama am Bielersee

Drama am Bielersee

Die Kantonspolizei Bern habe keine Aussagen in Zusammenhang mit solchen Spuren bestätigt, hält sie in einem Communiqué fest. Die polizeilichen Ermittlungen zum Unglück auf dem Bielersee seien aber weitgehend abgeschlossen.

Die Kapo sieht nach wie vor einen 74-jährigen Mann aus dem Raum Biel als Hauptverdächtigen. Gegen ihn sei eine Voruntersuchung wegen fahrlässiger Tötung eröffnet worden. Der Rentner habe aber während der Befragung erklärt, mit dem Unglück nichts zu tun zu haben.

Biomechanische Untersuchungen

Zurzeit laufen immer noch polizeiliche Ermittlungen. So hat das Untersuchungsrichteramt Berner Jura-Seeland mehrere wissenschaftliche Gutachten in Auftrag gegeben, um Fragen zur Spurensuche zu klären. Für die Polizei gestalte sich diese als äusserst schwierig, da sich der Unfall im Wasser ereignete, heisst es weiter.

Zudem seien biomechanische Untersuchungen im Gange, welche die Schiffsschraube und ihre Verletzungsgefahr genauer untersuchen sollen.

Kein Gegengutachten der Kapo

Entgegen einem Medienbericht vom Dienstag in «Le Matin» habe aber die Kantonspolizei Bern kein Gegengutachten in Auftrag gegeben. Diese Aussage sei falsch. Der Beschuldigte und dessen Rechtsvertreter würden dann die Möglichkeit haben, Zusatzfragen zu stellen oder zusätzliche Abklärungen zu verlangen, wenn alle Gutachten vorliegen würden.

Das Ende Juli sichergestellte Boot bleibt unter Verschluss. (lds)