Tiefencastel
Unglücksstelle wieder befahrbar – hier wird der letzte Waggon geborgen

Die Rhätische Bahn nimmt am Samstag, drei Tage nach dem Unglück bei Tiefencastel, die Strecke von Chur nach St. Moritz wieder durchgehend in Betrieb. Am Freitag wurde der letzte Waggon geborgen.

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Von den elf Personen, die beim Unfall am Mittwoch in der Schinschlucht bei Tiefencastel verletzt worden waren, lagen am Freitag noch sechs im Spital. Niemand wurde lebensgefährlich verletzt, wie das Bündner Bahnunternehmen am Freitag vermeldete.

Rettungsleute und die Polizei koordinieren die Einsätze im Bahnhof in Tiefencastel
20 Bilder
Reisende des Unglückzugs warten nach ihrer Bergung auf den Weitertransport im Bahnhof in Tiefencastel
Reisende des Unglückzugs besteigen nach ihrer Bergung ein Postauto für den Weitertransport im Bahnhof in Tiefencastel
Die verunfallten Bahnwagen der Rhätischen Bahn bei Tiefencastel
Zug der Rhätischen Bahn entgleist bei Tiefencastel
Die verunfallten Bahnwagen der Rhätischen Bahn bei Tiefencastel Der Zug war um 12.30 Uhr auf einen Erdrutsch aufgefahren, worauf drei Waggons entgleisten.
Einer der Wagen stürzte etwa 20 Meter vom Trassee und blieb im Steilhang der Schinschlucht an Bäumen hängen.
 Die Rüfe, die am Mittwochvormittag talwärts gerutscht war, hatte die Schienen zwischen zwei Tunnels auf einer Länge von 15 Metern verschüttet
Blick von weitem auf die Unglücksstelle
Das Unglück ereignete sich zwischen zwei Tunnels. Die Strecke verläuft entlang eines Sees.
Im Zug befanden sich 140 Passagiere. Sie wurden durch den hinteren der beiden Tunnels in Sicherheit gebracht.
Elf Personen wurden laut Polizei verletzt.
Rega und TCS mit mehreren Helikoptern vor Ort
Rettungsteam im Einsatz
Rega und TCS mit mehreren Helikoptern vor Ort
Eine der verletzten Personen wird transportiert
Die Verletzten wurde ins Spital gebracht

Rettungsleute und die Polizei koordinieren die Einsätze im Bahnhof in Tiefencastel

Keystone

Die drei Bahnwagen, die aus den Schienen gesprungen waren, wurden geborgen und in die RhB-Hauptwerkstätten nach Landquart überführt. Die Bergung jenes Waggons, der 20 Meter den steilen Hang hinter gerutscht war, stellte laut RhB eine grosse Herausforderung dar.

Nach der Bergung der Wagen wurden die Gleise und die Fahrleitung instand gestellt. Am späteren Freitagnachmittag vermeldete die RhB, dass die Züge zwischen Chur und St. Moritz ab Samstag wieder durchgehend nach Fahrplan verkehren.

Beim Unglück am Mittwoch war der Zug aus St. Moritz in der Schinschlucht mit einem Erdrutsch kollidiert. Drei Wagen hinter der Lokomotive entgleisten. Elf Personen wurden verletzt.

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