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UN: Schmuggler verdienen weniger mit Elfenbein und Nashörnern

ARCHIV - Ein Schuppentier (Manidae) sucht nach Futter. Foto: Themba Hadebe/AP/dpa

ARCHIV - Ein Schuppentier (Manidae) sucht nach Futter. Foto: Themba Hadebe/AP/dpa

Die Nachfrage nach illegal gehandeltem Elfenbein und Nashorn-Hörnern ist nach Angaben der UN in den vergangenen Jahren zurückgegangen.

Darauf deuteten deutlich gesunkene Preise auf den Schmugglermärkten hin, heisst es im Bericht des UN-Büros zur Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) über den illegalen Handel mit Wildtieren und -pflanzen. Er wurde am Freitag in Wien vorgestellt.

Jährlich rund 400 Millionen US-Dollar Profit liefert laut Experten dennoch allein der Handel mit Elfenbein. 230 Millionen US-Dollar würden jährlich mit den abgesägten Hörnern von Nashörnern verdient, die als Schmuck, Kunstobjekt oder traditionelles Heilmittel genutzt werden. Zudem steigt der Handel mit anderen Arten. So verzehnfachte sich die von Zollfahndern entdeckte Menge von Schuppentieren, die vor allem in Asien als Heilmittel und Delikatesse begehrt sind.

Der "World Wildlife Crime Report", dessen erste Ausgabe vor vier Jahren erschien, basiert auf von 149 Staaten gemeldeten Daten über Beschlagnahmen - ergänzt durch detaillierte Forschung zum illegalen Geschäft mit geschützten Tieren und Pflanzen. Rund 6000 Spezies tauchten demnach seit 1999 in Zollfunden auf. Die Tatverdächtigen kamen aus rund 150 Staaten.

Tropenholz und Elfenbein machten demnach je fast ein Drittel des Gesamtwerts aller von 2014 bis 2018 entdeckten Schmuggelware aus der Natur aus. Rund 14 Prozent des Wertes entfielen auf Schuppentiere, 12 Prozent auf Nashornhörner. Auch seltene Schildkröten, Tiger und Aale sind demnach wichtige Schwarzmarkt-Ware.

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