In vier verschiedenen Provinzen des südamerikanischen Landes seien über 600 Menschen festgenommen worden. Die beiden Todesopfer waren in den zentralargentinischen Städten Rosario und Villa Gobernador Galvez zu beklagen, wo eine Menschenmenge rund 20 Supermärkte angriff, wie der Minister für Sicherheit in der Provinz Santa Fe, Raúl Lamberto, sagte.

Die Plünderungen hatten am Donnerstag in einem Armenviertel in Bariloche in Patagonien begonnen und sich auf Rosario 300 Kilometer nördlich von Buenos Aires ausgeweitet. Am Freitag wurden dann auch in zahlreiche Vororten der argentinischen Hauptstadt sowie in Posadas im Norden und Viedma im Süden Supermärkte und Geschäfte geplündert. Vor allem Jugendlichen warfen Steine in die Schaufenster und räumten die Läden leer.

Die Regierung beschuldigte den von Hugo Moyano angeführten oppositionellen Gewerkschaftsverband CGT, die Unruhen angestiftet zu haben. Moyano wies die Anschuldigungen zurück und machte die Regierung von Präsidentin Cristina Kirchner verantwortlich, weil sie die sozialen Probleme des Landes nicht löse.

Vor genau zwölf Jahren hatten in Argentinien mit Plünderungen soziale Unruhen begonnen, die schliesslich zum Rücktritt des damaligen Präsidenten Fernando De la Rúa führten.