"R.I.P. Luis" und "Stoppt die Gewalt" stand in Gedenken an das Opfer auf Shirts und Aufschriften, welche die Freunde des Opfers trugen. Nach längerem Schweigen setzte sich der Umzug durch die Innenstadt bis vor den Sitz der Kantonsregierung in Bewegung.

"Wir sind sehr schockiert und betroffen über das, was passiert ist, zumal wir hier in Lausanne sind und nicht in New York", sagte eine Freundin des ermordeten Mannes. Er musste vermutlich wegen einer Zigarette sterben. Es müsse etwas unternommen werden, damit sich ein solches Drama niemals wiederhole, verlangte die Freundin unter Beifall.

Der am vergangenen Samstagmorgen früh erstochene 32-jährige Mann aus den Kapverden hinterlässt eine Frau und zwei Kinder. Ein Schweizer, der im Zusammenhang mit dem Tötungsdelikt verhaftet worden war, hat die Tat gestanden. Er gab an, den Mann unter Einfluss von Alkohol und Kokain erstochen zu haben.

Die Place de l'Europe, wo das Drama stattfand, ist einer der Brennpunkte des Lausanner Nachtlebens. In den Monaten Mai und Juni war es dort in den Stunden nach Schliessung der Ausgehlokale um 3 Uhr mehrmals zu gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen.