Personenkontrolle
Tunesier stirbt in Olten während Polizeikontrolle

In der Nacht auf Mittwoch hat eine Patrouille der Kantonspolizei Solothurn an der Rötzmattstrasse in Olten einen Mann kontrolliert. Aus noch nicht bekannten Gründen brach dieser plötzlich zusammen und verstarb kurze Zeit später im Spital.

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Bei einer nächtlichen Personenkontrolle verstarb aus bisher unbekannten Gründen ein 33-jähriger Tunesier.

Bei einer nächtlichen Personenkontrolle verstarb aus bisher unbekannten Gründen ein 33-jähriger Tunesier.

Keystone

Die Solothurner Kantonspolizei wollte den Mann gegen 3.45 Uhr am Rötzmattweg kontrollieren, weil ein Autoaufbruch in diesem Gebiet gemeldet worden war.

Die Kontrolle sei routinemässig abgelaufen, ohne dass es zu Gewalt- oder Waffenanwendung gekommen wäre, wie Polizeisprecher Bruno Gribi auf Anfrage erklärt. «Beim Kontrollieren der Ausweispapiere ist der Mann plötzlich zusammengebrochen und kurze Zeit später im Spital verstorben.» Laut Gribi handelte es sich beim 33-jährigen Tunesier um einen Asylbewerber.

Untersuchung eröffnet

Die Umstände, die zum Tod des Mannes geführt haben, werden von der Solothurner Staatsanwaltschaft untersucht. Der Tod des 33-jährigen Tunesiers gilt als «aussergewöhnlicher Todesfall» und daher werde zumindest vorerst keine Strafuntersuchung eingeleitet, wie die stellvertretende Oberstaatsanwältin Sabine Husi erklärt. «Die Eröffnung eines Strafverfahrens setzt einen hinreichenden Verdacht für das Vorliegen einer Straftat voraus. Uns liegen im Moment jedoch keine Hinweise vor, dass der Tod des Mannes auf eine strafbare Handlung zurückzuführen ist», so Husi weiter.

Um die Umstände des Todesfalls und die Todesursache klären zu können, sei das Institut für Rechtsmedizin der Universität Bern einbezogen worden, wie die Staatsanwaltschaft erklärt. Wann die ersten Resultate der Untersuchung vorliegen, wissen sowohl die Kantonspolizei wie auch die Staatsanwaltschaft noch nicht. (AHA)