Der Mann sei geständig, teilten die Kantonspolizei Bern und die Regionale Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland am Freitagabend mit. Er war gleich nach der Tat untergetaucht. Obwohl er spanische Wurzeln hat, gingen die Ermittler von einem Verbleib in der Schweiz aus.

Der Verdacht bestätigte sich: Wie sich zeigte, hielt sich der Mann in einer Privatwohnung in Lyss auf. In der Nacht auf diesen Freitag verliess er die Wohnung zu Fuss - Polizisten beobachteten ihn dabei und nahmen ihn schliesslich fest.

Gegenüber der Staatsanwaltschaft gestand er am Freitagnachmittag, seine ehemalige Lebenspartnerin umgebracht zu haben. Gemäss den Ermittlungen war es zwischen dem Paar in der Vergangenheit mehrfach zu Streitigkeiten gekommen.

Gegen den Mann wurde eine Untersuchung wegen vorsätzlicher Tötung, eventuell Mord, eröffnet. Er befindet sich in Haft. Auch sein Auto - ein schwarzer Geländewagen - wurde sichergestellt.

Tödliche Stiche

Opfer des Tötungsdelikts vom 17. Juli war eine 34-jährige Französin, die seit längerem in der Schweiz gelebt hat und in einem Restaurant unweit des Bahnhofs arbeitete. Kurz nach 2 Uhr früh wurde sie bei der Bushaltestelle Markuskirche erstochen. Die Tatwaffe wurde noch am selben Tag sichergestellt.

An den Ermittlungen waren mehrere Dutzend Personen verschiedener Dienste betraut. Rasch geriet der frühere Lebenspartner der Frau in den Fokus der Ermittlungen.

Eine Zeugin hatte beobachtet, wie die Frau mitten in der Nacht aus dem Haus an der Winkelriedstrasse 44 rannte. Offenbar wollte sie vor einem Mann fliehen. Dieser habe sie an der Bushaltestelle eingeholt. Was dann geschehen sei, wisse sie nicht. Sie habe sofort die Polizei alarmiert.

Die ausgerückte Patrouille fand an der Bushaltestelle die schwer verletzte Frau vor. Trotz sofortiger Reanimationsmassnahmen verstarb das Opfer noch vor Ort.