Frontalkollision

Tödlicher Verkehrsunfall in Schweden: Aargauer unter den sechs Todesopfern

Verkehrsunfall in Schweden: Einer der sechs getöteten Schweizer ist aus dem Aargau

Tele M1 berichtete am Dienstagabend über den Stand der Ermittlungsarbeiten in Schweden – und dass es sich beim sechsten Todesopfer um einen jungen Mann aus dem Kanton Aargau handelt.

Die sechs Personen, die am Samstag in Nordschweden bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen sind, sind Schweizer. Einer von ihnen stammt gemäss Informationen von Tele M1 aus dem Aargau.

Sechs junge Schweizer liessen in der Nacht auf Samstag im Norden Schwedens ihr Leben, als ihr Minibus mit einem Lastwagen kollidierte, der Erz transportierte. Der Fahrer des Lastwagens wurde verletzt. 

Bei fünf von sechs Verunglückten handelt es sich um junge Männer aus der Berner Oberländer Gemeinde Adelboden. «Für das ganze Dorf ist die traurige Nachricht ein grosser Schock!», schrieb Gemeindeschreiberin Jolanda Lauber in einer Mitteilung. Der Gemeinderat spricht den Angehörigen der Opfer und des Verletzten sein «tiefst empfundenes Beileid und Mitgefühl» aus. Nun steht fest: Der sechste Verunglückte stammt aus dem Aargau, wie «TeleM1» berichtet. Weitere Informationen zur verunglückten Person nannte der Sender nicht. 

Das Unglück ist nicht das Erste in der Kurve der Strasse 395, doch das bisher schwerste. Laut dem staatlichen Regionalkanal P4 Norrbotten haben sich an der gleichen Stelle seit letztem Sommer bereits fünf schwere Unfälle ereignet.

Die jungen Männer wollten laut schwedischen Medien in den dunklen Winternächten in Kiruna das Nordlicht bestaunen. Kiruna im höchsten Norden Schwedens erlebte in den letzten Jahren einen Aufschwung im Wintertourismus.

Die Unfallstelle liegt unweit von Masungsbyn, wo der 55-jährige Göran Lantto wohnt. Gegenüber P4 Norrbotten kritisiert er die Streckenführung und die Geschwindigkeitsbegrenzung bei der Unfallstelle. «Mit sehr guten Pneus und als sehr guter Fahrer kommst du mit höchstens 70 Stundenkilometern durch diese Kurve, aber niemals mit den beschilderten 90 Kilometern pro Stunde.»

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Fünf junge Adelbodner sterben bei Busunfall in Nordschweden

Die Betroffenheit im Berner Oberland ist gross. (Beitrag vom 13. Januar 2018)

Trotz baulicher Anpassung der Kurve würde der Strassenverlauf die Fahrenden auf die entgegengesetzte Fahrbahn ziehen. «Ist das Fahrzeug falsch beladen, fährt man zu schnell oder mit schlechten Reifen, dann kann es gefährlich werden.» Lantto zieht im Interview mit dem Radiosender eine Verbindung zwischen den sich häufenden Unglücken und der Fehlkonstruktion der Kurve. Das gestrige Unglück in der Kurve der Strasse 395 ist nicht das erste, doch das bisher schwerste. Laut dem staatlichen Regionalkanal P4 Norrbotten haben sich an der gleichen Stelle seit letztem Sommer bereits fünf schwere Unfälle ereignet.

Die in den Unfall mit den Schweizern involvierte Erztransportfirma ist keine Unbekannte in den Unfallprotokollen der Region. Erst im Dezember ist ein Lastwagenchauffeur umgekommen, als sich sein Transporter überschlug. Der CEO der Transportfirma bestritt gegenüber Radio P4 einen Zusammenhang zwischen dem Unglück vom Samstag und den vorangegangenen Zwischenfällen, in die seine Erztransporter involviert waren.

Hier geschah das Unglück:


Die Polizeibilder vom Januar: 

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