Am Freitagabend traffen sich Auto- und Motorradhändler auf der Kartbahn «Race Inn» im Bernischen Roggwil zu einem Teamevent. Kurz vor 20.30 Uhr ging dann bei der Kantonspolizei Bern eine Unfallmeldung ein.

Gemäss ersten Erkenntnissen war ein Mann auf der Indoor-Kartbahn in einer Linkskurve mit der Bande kollidiert. Durch den Aufprall wurde der 31-jährige Motorrad-Mechaniker aus dem Kanton Aargau schwer verletzt. Nach ersten Rettungsmassnahmen vor Ort wurde er von einer Ambulanz ins Spital gebracht. Dort verstarb er kurze Zeit später.

Zur Betreuung der anwesenden Personen wurde das Care Team des Kantons Bern aufgeboten. Die Kantonspolizei Bern hat Ermittlungen zur Klärung des genauen Unfallhergangs aufgenommen.

Aggressive Fahrweise?

Wie ein Teilnehmer des Teamevents gegenüber «Blick.ch» sagte, soll es bereits bei der Einwärmerunde ziemlich zur Sache gegangen sein. «Es war ein Kampfgeist zu spüren und es wurde sehr aggressiv gefahren».

In der Folge habe das Bahnpersonal einige Fahrer verwarnt und gar mit einer Sperre gedroht. Ein anderer Teilnehmer beteuerte indes, es habe sich um ein normales Rennen gehandelt. Und dennoch kam es im Finalrennen zum tragischen Unfall. 

Keine Sicherheitsmängel

Gravierende Sicherheitsmängel an der Indoor-Anlage scheinen sich bisher nicht gezeigt zu haben. Nachdem das Rennen laut den Betreibern umgehend nach dem Unfall gestoppt und die Kartbahn nachfolgend gesperrt wurde, war das «Race Inn» am Samstag bereits wieder normal geöffnet, wie TeleM1 berichtet. 

Zweiter Todesfall

Bereits vor sieben Jahren kam es in Roggwil zu einem tragischen Todesfall. Eine 19-Jährige wurde Ende November 2010 von ihrem Schal erwürgt, der sich während der Fahrt löste und im Kart verfing.

Die Betreiber der Kartbahn traf damals keine Schuld, wie die Staatsanwaltschaft Emmental-Oberaargau entschied. Die Veranstalter hatter ihre Sorgfaltspflicht nicht verletzt. Die Ermittlungen gegen das «Race-Inn» wurden im Februar 2011 eingestellt. (az)