Vater tötet Tochter

Tochter mit Axt getötet - Laut Vormundschaft «keine akute Gefahr»

Der Pakistaner aus Zürich-Höngg hat seine 16-jährige Tochter am Montagabend mit einer Axt oder einem Beil getötet. Zudem wurde bekannt, dass die Vormundschaftsbehörden sich seit geraumer Zeit mit der Familie befasst - aber keine akute Gefahr festgestellt hatten.

Das Mädchen habe zwar häufig Streit mit seinem Vater gehabt, eine akute Gefahrensituation sei aber nicht erkennbar gewesen, sagte Martin Naef, Sprecher der Zürcher Vormundschaftsbehörde, laut Medienberichten. Die Behörden hätten sonst gesetzliche Möglichkeiten gehabt, die Jugendliche aus der Familie wegzunehmen.

Der zuständige Staatsanwalt Ulrich Krättli bestätigte auf Anfrage Medienberichte, wonach das Mädchen mit einem Beil oder einer Axt getötet wurde. Weitere Angaben könne er aus ermittlungstaktischen Gründen im Moment aber nicht machen.

Der 51-jährige Vater und mutmassliche Täter sitzt nun in Untersuchungshaft. Wie Krättli auf Anfrage der SDA erklärte, habe der Haftrichter seinen Antrag auf Untersuchungshaft genehmigt.

Eine weitere Einvernahme des Mannes werde vermutlich nächste Woche stattfinden, sagte Krättli weiter. Dann werde die Staatsanwaltschaft allenfalls auch Aussagen zu Tatumständen und Motiv öffentlich machen.

Der Pakistaner hatte am Montagabend im Höngger Rütihof-Quartier seine Tochter während eines heftigen Streits getötet und dies selber der Polizei gemeldet. Er liess sich kurz darauf bei einer Bushaltestelle in der Nähe des Tatortes festnehmen.

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