Lengnau

Tierquälerei: Landwirt Franz M. muss Busse zahlen

Franz M. muss wegen Tierquälerei eine Busse zahlen

Franz M. muss wegen Tierquälerei eine Busse zahlen

Ein Bauer aus Schneisingen schlägt einem vermeintlich toten Schaf mehrmals mit einem Hammer auf den Kopf. Jetzt wurde der 79-jährige Mann wegen Tierquälerei zu einer Busse von 2500 Franken verurteilt. Nicht genug, findet der Tierschutzverein.

Der Fall schlug im Februar hohe Wellen: Landwirt Franz M. aus Schneisingen wollte ein vermeintlich totes Schaf in einem Container entsorgen. Als er merkte, dass es noch lebte, versuchte er es mit einem Hammer zu «erlösen», was jedoch nicht funktionierte.

Nun wurde der 79-jährige Schafzüchter von der Aargauer Staatsanwaltschaft verurteilt: Er muss eine Busse von 2500 Franken zahlen und wurde mit einer bedingten Geldstrafe von 10 000 Franken bestraft. Das berichtet der Regionalsender Tele M1.

Beim Aargauischen Tierschutzverein ATS ist man der Meinung, dass man den Landwirt zu wenig hart bestraft hat: «Das Schaf musste bis zu seinem Tod leiden», weist Silvia Gmür daraufhin. Franz M. selber ist sich keiner Schuld bewusst: «Ich weiss nicht, wofür ich verurteilt wurde. Ich wollte das Schaf doch nur erlösen.»

Anfang Jahr wurde eines der Schafe von Franz M. krank. Also nahm der Landwirt sein Gewehr zur Hand und erschoss es. Danach transportierte er das Schaf nach Lengnau zur Kadaversammelstelle.

Dort stellte er fest, dass das Tier noch lebte. Doch anstatt einen Spezialisten beizuziehen, nahm er einen Hammer und schlug damit mehrmals auf den Kopf des Tieres ein.

Es war noch lange nicht der Gnadenstoss: Als er das Tier zu einem der vorgesehenen Behälter schleifte, lebte es noch - festgehalten von Kameras. (sha)

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