Polizeieinsatz

Täter immer noch auf der Flucht nach Überfall auf Zürcher Klinik

Ein bewaffneter Mann versuchte in die Klinik Hirslanden in Zürich einzudringen (Archiv)

Ein bewaffneter Mann versuchte in die Klinik Hirslanden in Zürich einzudringen (Archiv)

Der bewaffnete Mann, der am Montagabend die Zürcher Klinik Hirslanden überfallen hatte, ist nach wie vor auf der Flucht. Der Mann habe noch nicht festgenommen werden können, sagte ein Sprecher der Stadtpolizei am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA.

Der Unbekannte war am Montag kurz nach 19 Uhr mit einer Faustfeuerwaffe in die Privatklinik gestürmt und hatte Morphin verlangt. Durch das Eingreifen der Angestellten konnte er daran gehindert werden, in die Geburtenabteilung einzudringen.

Danach verschwand der Mann. Die Polizei durchsuchte mit einem Grossaufgebot die rund 700 Räume des Spitals, jedoch ohne Erfolg. Seither ist der Unbekannte auf der Flucht.

Keine verwertbaren Kamerabilder

Das Forensische Institut war bis nach Mitternacht auf der Suche nach verwertbaren Spuren. Am Dienstagmorgen wurden zudem Hunde eingesetzt, die den Aussenbereich der Klinik absuchten. Angaben über die gefundenen Spuren machte die Polizei nicht.

Die Überwachungskameras der Privatklinik sind bei der Suche nach dem Unbekannten keine Hilfe. Die Klinik habe zwar Überwachungskameras, sagte der Sprecher weiter. Der Unbekannte sei jedoch auf keiner Aufnahme abgebildet. Weshalb die Kameras keine brauchbaren Bilder lieferten, ist laut Polizei unklar.

Wie eine Spitalsprecherin auf Anfrage erklärte, gibt die Privatklinik keine detaillierten Informationen zum Sicherheitskonzept bekannt. Der Vorfall werde gründlich analysiert und allfällige Konsequenzen würden in das Sicherheitskonzept integriert.

Für die Fahndung muss sich die Polizei deshalb mit der nicht sehr aussagekräftigen Personenbeschreibung begnügen: Der Täter war gross, schlank und trug eine Baseballmütze.

Patienten haben Vorfall gut überstanden

Die Patienten und die Mitarbeitenden der Klinik Hirslanden haben den Vorfall vom Montag gut überstanden. Wie die Klinik am Dienstag mitteilte, steht für Betroffene eine psychologische Betreuung bereit. Es habe bis jetzt aber noch niemand davon Gebrauch gemacht. Der Klinikbetrieb laufe wieder in gewohntem Rahmen.

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