Deutschland

Stadtplanerbe Falk zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt

Der Unternehmer Alexander Falk hat im Gerichtssaal des Landgerichts seinen Platz zur Urteilsverkündung eingenommen. Falk soll 2009 in einem Hamburger Restaurant einen Mann mit der Tötung eines Frankfurter Anwalts beauftragt haben. Foto: Arne Dedert/dpa

Der Unternehmer Alexander Falk hat im Gerichtssaal des Landgerichts seinen Platz zur Urteilsverkündung eingenommen. Falk soll 2009 in einem Hamburger Restaurant einen Mann mit der Tötung eines Frankfurter Anwalts beauftragt haben. Foto: Arne Dedert/dpa

Wegen der Anstiftung zu einem Schuss auf einen Wirtschaftsanwalt ist der deutsche Unternehmer Alexander Falk zu vier Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt worden. Das gab das Landgericht Frankfurt am Donnerstag bekannt. Der Auftrag zu der Tat sei von Männern weitergeleitet worden, die Falk beauftragt habe.

Die Staatsanwaltschaft hatte dem Erben des gleichnamigen Stadtplanverlags die Anstiftung zu dem Schuss vorgeworfen, der den Juristen im Februar 2010 schwer am Oberschenkel verletzte. Der Anwalt bereitete zu der Zeit eine Millionenklage vor in einem Verfahren, bei dem es um manipulierte Umsätze beim Verkauf eines Internetunternehmens ging, das Falk gehörte.

Wegen Anstiftung zu gefährlicher Körperverletzung hatte die Staatsanwaltschaft sechs Jahre Haft gefordert, die Verteidigung hingegen Freispruch. Richter Jörn Immerschmitt verwies in seiner Urteilsbegründung nun auf eine Tonaufnahme, die ein Zeuge den Ermittlern übergab und auf der zu hören ist, wie sich Falk über die Tat schadenfroh äussert.

Falk hat den Vorwurf mehrmals zurückgewiesen. Der 50-Jährige hatte bloss eingestanden, einen letztlich erfolglosen Datendiebstahl bei dem Anwalt in Auftrag gegeben zu haben.

Der heute 50-jährige Falk hatte den von seinem Vater geerbten Stadtplanverlag verkauft und sehr erfolgreich in Internetunternehmen investiert. Er avancierte in Deutschland zu einem Star der New Economy und gelangte auf die Liste der 100 reichsten Deutschen. 2008 wurde er dann wegen versuchten Betrugs und Beihilfe zur Bilanzfälschung in Hamburg zu vier Jahren Haft verurteilt. Im Zivilverfahren, in dem der angeschossene Anwalt die Gegenseite vertrat, ging es um millionenschweren Schadenersatz.

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