Sportzentrum

Sportzentrum ab Herbst im Bau

Alle rechtlichen Hürden sind übersprungen: Die regionale Sport- und Freizeitanlage unweit des Alterszentrums in Widen (Mitte) kann definitiv gebaut werden.

Widen

Alle rechtlichen Hürden sind übersprungen: Die regionale Sport- und Freizeitanlage unweit des Alterszentrums in Widen (Mitte) kann definitiv gebaut werden.

Erleichterung auf dem Mutschellen: Das siebenjährige juristische Hickhack um das Grossprojekt Burkertsmatt ist beendet. Die Baubewilligung für das Sport-, Freizeit- und Begegnungszentrum ist rechtskräftig geworden. Im Oktober beginnt der Bau des rund 24 Mio. Franken kostenden Grossvorhabens.

Lukas Schumacher

Das freudige Ereignis ist am Montagabend in der einstigen Wider Gaststätte Heinrütirank gefeiert worden. In der Lounge des Restaurant Terrasse, wie der «Heinrütirank» seit kurzem heisst, wurde bei einem Apéro auf die nun rechtsgültige Baubewilligung angestossen. Verständlicherweise bestens war die Stimmung bei den Angehörigen des Gemeindeverbandes Burkertsmatt, den Mitgliedern der Baukommission und den Gemeinderäten der Mutschellengemeinden Berikon, Widen , Rudolfstetten-Friedlisberg.

Die rechtsgültige Zustimmung zur Bauerei ermöglichten die drei Wider Einsprecher und «Burkertsmatt»-Anwohner. Überraschenderweise fochten sie den Beschluss des Aaargauischen Verwaltungsgerichts vom 2. März 2009 nicht an. Offensichtlich haben die drei Anwohner den langjährigen Kampf gegen das Grossrpojekt eingestellt.

Zentrums-Projekt im Zeitraffer

1995: Eine Planungskommission der Gemeindebehörden nimmt die Arbeiten auf, gemeinsam mit der von Vereinen gebildeten Interessengemeinschaft Regionales Sport-, Freizeit- und Begegnungszentrum.

September 1997: Architekt Rolf Mühletaler aus Bern gewinnt den ausgeschriebenen Wettbewerb mit dem Vorschlag «Sport im Park».

Sommer 1999: Rudolfstetten-Friedlisberg und Widen lehnen den Baurkedit im Betrag von 28,5 Millioen Franken zuzüglich Teuerung ab.

November 2000: Das abgespeckte Projekt mit einem Kostendach von 21.5 Millionen Franken plus Teuerung findet an den drei Gemeindeversammlungen deutlich Zustimmung. In Widen wird das Referendum ergriffen.

März 2001: Das Referendum in Widen wird klar verworfen; somit ist der Baukredit in allen drei Gemeinden gutgeheissen. Projektierung, Projekt, Landerwerb und Baukredit gaben sehr viel zu reden, zu schreiben und zu beschliessen. Von 1995 bis zur endgültigen Zustimmung 2001 gingen in den drei Mutschellengemeinden insgesamt 18 Beschlüsse an den Gemeindeversammlungen und an der Urne vonstatten.

Die Juristischen Querelen

April 2002: Die Standortgemeinden Widen und Rudolfstetten erteilen die Baubewilligung. Auch die Bewilligung zur Offenlegung des Pflanzerbachs am Rande des Burkertsmattareals erfolgt. Gegen beide Bewilligungen werden Einsprachen eingereicht. Die langwierigen juristischen Verfahren beginnen.

Januar 2003: Nachdem der Aargauische Regierungsrat die Beschwerden der Einsprecher abgewiesen hat, ziehen die Einsprecher den regierungsrätlichen Entscheid ans Verwaltungsgericht des Kantons Aargau weiter.

Februar 2004: Das Verwaltungsgericht heisst die Beschwerde der Einsprecher teilweise gut und hebt die Baubewilligung auf. Der Gemeindeverband muss die Projektunterlagen und insbesondere das Betriebsreglement überarbeiten.

Dezember 2005: Widen und Rudolfstetten erteilen die Baubewilligung. Anwohner von Widen reichen wieder Einsprachen gegen den Bau des Zentrums und die Bachöffnung ein. Die abgewiesenen Einsprachen erlangen erneut Beschwerdenstatus.

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