Einbruchsaison

So will Philipp Müller den «frechen Kriminellen» an den Kragen

FDP-Präsident Philipp Müller spricht in Thun

FDP-Präsident Philipp Müller spricht in Thun

Einbrecher geht die Arbeit nie aus. Laut Polizeisprechern ist sogar von einer Zunahme dieses Delikts von mehr als 10 Prozent gegenüber 2011 auszugehen. Der FDP-Parteipräsident Philipp Müller fordert nun entsprechende Massnahmen.

In der Schweiz haben Einbrecher Hochsaison. «Einbrüche verzeichnen eine starke Zunahme, bewegen sich in der gesamten Nordwestschweiz auf ungewöhnlich hohem Niveau», sagt Klaus Mannhart, Sprecher der Stadtpolizei Basel gegenüber dem SonntagsBlick. Sein Aargauer Kollege Bernhard Graser bestätigt: «In diesem Jahr rechnen wir mit einer Zunahme von über zehn Prozent.» Im Kanton Baselland beträgt die Zunahme gegenüber 2011 alarmierende 33 Prozent. Bereits 2011 war die Zahl der Einbrüche gegenüber dem Vorjahr um fünf Prozent gestiegen - auf 52 735. Betroffen sind hauptsächlich grenznahe Gebiete entlang der Hauptverkehrsachsen.

Der FDP-Parteipräsidenten Philipp Müller (60) will jetzt handeln. «Wir müssen unbedingt mehr Geld in die Sicherheit der Bevölkerung investieren. Da besteht dringender Handlungsbedarf», sagt der Aargauer Nationalrat zu SonntagsBlick. Er fordert: «Wir brauchen mehr Ressourcen für die Polizei, mehr Haftplätze in der Ausschaffungshaft und dem Strafvollzug. Zudem eine Aufstockung des Grenzwachtkorps wegen der Kriminaltouristen.»

Und Müller will härtere Strafen. «Die bedingten Geldstrafen für die Einbrecher sind ja zum Lachen. Meistens können sie die eh nicht bezahlen. Dann haben sie nichts zu befürchten», sagt Müller. «Wenn keine Strafe droht, dann werden die Kriminellen immer noch frecher.» Müller kündigt verschiedene Vorstösse an, um seine Forderungen umzusetzen.

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