Bern

Silvesternacht beschert Berner Polizei viel Arbeit - im Inselspital bleibt es ruhig

Notfallpatientin im Inselspital Bern (Archiv)

Notfallpatientin im Inselspital Bern (Archiv)

Die Berner Polizei musste in der Silvesternacht wegen Streitereien und Sachbeschädigungen immer wieder ausrücken. Auch die Feuerwehr war mehrmals im Einsatz. Das Berner Inselspital vermeldet hingegen eine vergleichsweise ruhige Nacht.

Bei der Berner Kantonspolizei gingen in der Nacht auf den ersten Januar über 190 Meldungen ein, wie sie am Mittwoch mitteilte. Die Patrouillen mussten unter anderem wegen rund 30 Streitereien und Schlägereien ausrücken. In mehreren Fällen wurde die Polizei gerufen, weil Unbekannte Feuerwerkskörper gegen andere Personen abfeuerten.

In der Stadt Bern wurden drei 19-Jährige vorübergehend festgenommen, nachdem sie mit einer Gasdruckpistole auf ein vorbeifahrendes Tram von Bernmobil geschossen hatten. Obwohl sich im Tram Fahrgäste aufhielten, wurde niemand verletzt. Der mutmassliche Schütze werde sich vor der Justiz verantworten müssen, heisst es in der Mitteilung.

Weiter wurden der Polizei über 20 Einbruchdiebstähle gemeldet. In Unterseen konnten zwei mutmassliche Einbrecher, die in ein Restaurant eingestiegen waren, noch vor Ort geschnappt werden.

Käserei fängt Feuer

Auch die Feuerwehr war in der Silvesternacht mehrmals im Einsatz. So etwa in Ins, wo aus unbekannten Gründen in einer Käserei ein Feuer ausgebrochen war. Der Alarm ging kurz vor 3 Uhr ein, wie die Polizei mitteilte. Die 24 Einsatzkräfte konnten den Brand demnach rasch unter Kontrolle bringen. Mehrere Personen mussten evakuiert werden - verletzt wurde niemand.

In Gunten kam es zu einem Zimmerbrand, weil ein Weihnachtsbaum Feuer gefangen hatte. Den Bewohnern gelang es, die Flammen noch vor Eintreffen der Feuerwehr mittels eines Handfeuerlöschers zu tilgen. Allerdings wurde dabei eine Frau verletzt und musste ins Spital gebracht werden.

In Aarwangen brannte aus noch unbekannten Gründen ebenfalls ein Zimmer. Auch hier gelang es den Bewohnern, den Brand bis zum Eintreffen der Feuerwehr zu löschen. Bei beiden Zimmerbränden wird der entstandene Sachschaden jeweils auf mehrere zehntausend Franken geschätzt.

Ruhigere Notfallstation

Im Vergleich zu früheren Jahren weniger gefordert war das Inselspital: In der "Insel" wurden laut Mitteilung in der Nacht auf Mittwoch 52 Kinder und Jugendliche notfallmässig versorgt. Vor einem Jahr waren es 102 gewesen. Erwachsene Patientinnen und Patienten kamen 37 ins Notfallzentrum - gegenüber 45 im Vorjahr.

Auch der Alkohol machte dem Personal vergleichsweise weniger Arbeit: Betrunkene Jugendliche wurden in der Silvesternacht nach Angaben des Spitals keine in den Notfall eingeliefert, und unter den behandelten Erwachsenen war niemand in einen Verkehrsunfall unter Alkoholeinfluss verwickelt. "Alkoholleichen" seien nur selten in Erscheinung getreten, hiess es.

In den Berner Stadtspitälern Ziegler und Tiefenau waren die Patientenzahlen eher durchschnittlich. Das Ziegler-Spital hatte 24 und das Tiefenau-Spital 27 Patientinnen und Patienten zu behandeln.

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