Pratteln

Sieben Verletzte bei Gasexplosion in Mehrfamilienhaus

Nach einer starken Explosion in einem Mehrfamilienhaus in Pratteln wurden sieben Personen verletzt, vier davon schwer. Laut Polizei kann mit «grosser Wahrscheinlichkeit» von einer Gasexplosion ausgegangen werden.

Zwei Personen, die zunächst als vermisste gegolten hatten, befanden sich am Nachmittag mit leichten Verletzungen in ärztlicher Behandlung, wie Nico Buschauer, Sprecher der Kantonspolizei Baselland, sagte. Über den Verbleib und den Zustand einer weiteren Person herrschte Unklarheit.

Die beiden bisher vermissten Personen wurden vor kurzem ausfindig gemacht. Die Rettungs- und Bergungsarbeiten sind abgeschlossen.

Im Verlaufe der Rettungsarbeiten haben die Einsatzkräfte sieben Personen aus dem beschädigten Gebäude geborgen. Vier Personen sind schwer verletzt, drei Betroffene trugen leichtere Verletzungen davon. Die Verletzten wurden - unter anderem mit der Rega - in Behandlung gebracht.

Es wird von einer Gasexplosion ausgegangen

Der Alarm, wonach sich im Pratteler Längi-Quartier eine Explosion ereignet habe, sei um 14.45 Uhr bei der Einsatzzentrale der Polizei eingegangen, sagte die Informationsverantwortliche des Kantonalen Krisenstabs, Doris Walter, an der Unglücksstelle. Laut Polizei kann mit «grosser Wahrscheinlichkeit» von einer Gasexplosion ausgegangen werden.

Das Gebäude, in dem sich der Unfall ereignete, ist nicht einsturzgefährdet, wie ein Fachexperte für Statik feststellte. Dies teilte der Kantonale Krisentab KKS Basel-Landschaft mit. Problematisch gestalteten sich für die Rettungskräfte hingegen die losen Trümmerteile in den betroffenen Wohnungen. Diese erschwerten die Rettungsarbeiten. Mehrere der verletzten Personen waren unter den Trümmerteilen eingeschlossen. Sie konnten erst mit grossem Aufwand geborgen werden.

Rund 200 Einsatzkräfte waren in Pratteln im Einsatz. Die Aufräumarbeiten und die Ermittlungen zum Unfallhergang werden rund zwei bis drei Tage in Anspruch nehmen.

Provisorische Unterkunft für Betroffene

Für die Anwohnerinnen und Anwohner der betroffenen Liegenschaft wurde in einer naheliegenden Turnhalle eine Betreuungsstelle eingerichtet. Das Care-Team des Kantonalen Krisentabs Basel-Landschaft betreut betroffene Personen vor Ort. Alle betroffenen Personen, die nicht in ihre Wohnungen zurückkehren können, werden mit Nahrungsmittels und Kleidung versorgt. Sie erhalten eine provisorische Unterkunft. (sda/cfü)

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