Air Zermatt

Sie ging in kurzen Hosen auf dem Gletscher spazieren: Russin harrt zwei Nächte in Gletscherspalte aus

Die Frau überlebte zwei Nächte im Grenzgletscher unweit der Monte-Rosa-Hütte.

Die Frau überlebte zwei Nächte im Grenzgletscher unweit der Monte-Rosa-Hütte.

Die Air Zermatt konnte eine Russin nach zwei Tagen und Nächten unversehrt aus einer Gletscherspalte bergen. Die in Deutschland wohnhafte Frau war entgegen Warnungen auf dem Grenzgletscher spazieren gegangen.

(wap) Dass die Frau überhaupt gefunden wurde, grenzt an ein Wunder: Wie die Air Zermatt am Mittwoch mitteilte, hatte eine Gruppe von Alpinisten im Aufstieg zur auf 4556 Metern über Meer gelegenen Capanna Margherita wegen der zahlreichen Schneelöcher auf dem Grenzgletscher einige Umwege gemacht und dabei eine Stimme gehört, die aus einer der Spalten kam. Die Bergsteiger alarmierten darauf die Rettungskräfte.

Diese konnten eine Frau aus 15 Metern Tiefe bergen, wo sie auf einer Eisbrücke ausgeharrt hatte. Wie sich herausstellte, handelte es sich um eine in Deutschland wohnhafte Russin, die am Sonntag entgegen der Warnung des Personals der Monte-Rose-Hütte aufgebrochen war, um auf dem Grenzgletscher in kurzen Hosen und ohne Ausrüstung einen «Spaziergang» zu machen. Ausser einer leichten Unterkühlung mit einer Körpertemperatur von 34 Grad habe sie keine Verletzungen davon getragen, schreibt die Air Zermatt, deren Rettungsteam die Frau ins nächstgelegene Spital geflogen hat.

Die Frau sei alleine unterwegs gewesen, deswegen sei auch keine Vermisstmeldung eingegangen, schreibt die Air Zermatt weiter. Dass die Alpinisten sie aus dem kleinen Schneeloch rufen hörten, sei grosses Glück. Es handle sich um einer Wunder-Rettung, wie man sie seit 20 Jahren nicht erlebt habe.

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