Perverser Schreiberling

Sexgrüsel schreibt Frauen obszöne Briefe

Ein Mann schreibt Frauen obszöne Briefe

Ein Mann schreibt Frauen obszöne Briefe

Im Kanton Aargau treibt ein Perversling sein Unwesen. Er schickt Frauen Briefe mit skurrilen Sexwünschen nach Hause. Bisher sind rund 500 solcher Schreiben gesammelt worden.

Immer wieder landen Briefe mit obszönem Inhalt in den Briefkästen, meldet «Blick». Vor allem Frauen im Raum Baden werden mit handgeschriebenen Anschriften belästigt. Aber auch andernorts im Kanton sind solche Briefe ohne Absender aufgetaucht.

Der Perverse nimmt dabei immer Bezug auf seine «Auserwählte». Er flechtet Details zum Aussehen, der Kleidung oder dem Auto ein. Die Kantonspolizei Aargau vermutet, dass der Schreiberling über Autonummern an die Adressen gelangt. «Wir gehen von einem Mann aus, der Frauen abpasst und anhand der Auto-Kontrollschilder die Adresse ermittelt», meint Bernhard Graser vom Polizeikommando Aargau.

«Die Beine grau, wie eine alte Sau»

Trotz intensiven Ermittlungen suchte die Polizei bis heute erfolglos nach dem Täter. Einzige vorhandene Informationen: Der Verfasser schreibt gerne von Hand und in Reimen: «Die Beine grau, wie eine alte Sau», ist nur ein Beispiel seiner anstössigen Mitteilungen.

Er schreibt, was er alles mit den Frauen anstellen will und schildert ausführlich Vergewaltigungfantasien. Ausserdem legt er Abbildungen aus Sexheftchen bei.

Hunderte von Betroffenen

«Die ersten Briefe sind Ende letztes Jahr bei der Polizei eingegangen», so Graser. Die Kantonspolizei Baden habe seither rund 500 Briefe gesammelt, wobei manche Betroffene auch mehr als eine Zuschrift erhalten hätten. Von bis zu 20 pro Person sei die Rede. «Es müssen hunderte von Geschädigten sein.»

Es hätten auch Personen einen Brief bekommen, die bereits vor Jahren verstorben sind, bemerkt Graser. Es sei darum davon auszugehen, dass der Täter auch auf andere Unterlagen zurückgreife.

Der perverse Schreiberling ist immer noch eifrig am Werken. Auch in den letzten Tagen sind wieder Briefe bei der Polizei hinterlegt worden. (lds)

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