Der Fall eines 56-jährigen Serienvergewaltigers aus dem Berner Oberland schockte im Februar 2012 die Schweiz. Der aus der Verwahrung bedingt entlassene Triebtäter hatte in seiner Wohnung in Basel eine Frau mit einem Getränk zunächst betäubt und sich danach sexuell an ihr vergangen.

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Stadt, die "Sonntagsblick" vorliegt, liest sich wie ein Protokoll des Schreckens und listet zwei weitere schwere Straftaten auf, die bislang in der Öffentlichkeit unbekannt waren.

Im Juli 2011 fiel Wenger während eines Therapieaufenthaltes im Rehazentrum Leukerbad VS über eine gehbehinderte Frau her, die er zuvor mit dem Schlafmittel Dormicum betäubt hatte. Im Oktober 2011 verging er sich erneut an einer Frau - diesmal in seiner Basler Wohnung. Gemäss Anklageschrift lockte er die Opfer im Oktober 2011 und im Februar 2012 mit dem Angebot in seine Wohnung, ein Fondue kochen zu wollen. In beiden Fällen hatte er das Schlafmittel Dormicum einem Getränk beigemischt. Anfang Juli kommt der Fall Wenger vor das Basler Strafgericht.