Irak

Selbstmordattentäter töten im Nordirak Polizeikommandeur

Ein US-Soldat auf Patrouille in Mossul (Archiv)

Ein US-Soldat auf Patrouille in Mossul (Archiv)

Drei Selbstmordattentäter haben am Mittwoch eine Polizeistation in der nordirakischen Stadt Mossul angegriffen. Zwei der Attentäter konnten ins Gebäude eindringen. Sie rissen den dortigen Kommandeur mit in den Tod.

Ein dritter Selbstmordattentäter sei getötet worden, bevor er seinen Sprengstoffgürtel zünden konnte, teilte ein Vertreter des Innenministeriums mit. Das Gebäude sei bei den Anschlägen grösstenteils zerstört worden.

Rettungskräfte suchten in den Trümmern des Gebäudes nach möglichen weiteren Opfern. Allerdings hielten sich zum Zeitpunkt des Anschlags am Morgen wohl nur wenige Menschen in der Station auf.

Ziel der Anschläge sei offensichtlich Kommandeur Schamil Ahmed Oglak gewesen, sagte ein Polizeivertreter. Nach seinen Angaben hatte der Oberstleutnant in der vergangenen Woche einen Einsatz gegen den Al-Kaida-Ableger Islamischer Staat Irak geleitet, bei dem einer der Führer getötet wurde. Oglak habe zuvor vier Anschlagsversuche überlebt.

Nach Angaben eines Sprechers des Verteidigungsministeriums konnten Sondereinheiten der irakischen Armee unterdessen einen Anschlag zu Weihnachten vereiteln. Bei einer Razzia in Mossul seien am 20. Dezember drei libysche "Terroristen" getötet worden, die Selbstmordanschläge geplant hätten, sagte der Sprecher. Die Sicherheitskräfte hätten aufgrund von Hinweisen gehandelt.

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