Der Badener SP-Einwohnerrat Jürg Caflisch reagierte unverzüglich in Sachen Schliessung von Poststellen. Als die Post Anfang Monat bekannt gegeben hatte, dass sie rund 500 Poststellen in der Schweiz überprüfen würde, reichte Caflisch eine Anfrage an den Stadtrat ein. Auf dieser Liste, wonach Poststellen mit gemäss Post geringer Nachfrage überprüft werden sollten, figurierten die Poststellen in Dättwil und Rütihof.

«So harmlos dies tönen mag, es ist damit zu rechnen, dass die 500 überprüften Poststellen entweder in eine Agentur oder in einen Hausservice umgewandelt oder gar ersatzlos gestrichen werden», erklärt Caflisch. Er ist überzeugt, dass weder eine Agentur noch ein Hausservice Ersatz für eine aufgehobene Poststelle in diesen Teilen der Stadt sein könne. Der Zugang zu den Postdienstleistungen wäre für einen Teil der Bevölkerung damit nicht mehr gewährleistet.

Die Post hat inzwischen die Liste von 500 auf 400 gekürzt. Dättwil und Rütihof sind nicht mehr darunter. Er habe die Anfrage zurückgezogen, sagt Caflisch, werde aber weiter ein wachsames Auge auf das Gebaren der Post werfen. Caflisch wollte vom Stadtrat wissen, ob sich dieser aktiv für den Erhalt der beiden Poststellen einsetzen würde. (rr)