Die Staatsanwalt Solothurn hat Anfang Woche den Antrag gestellt, die beiden Raser Cemal A. und Vedran B von der U-Haft in Sicherheitshaft zu versetzen. Staatsanwalt Felix Bänziger wollte so erreichen, dass die beiden inhaftiert bleiben.

Die beiden Angeklagten waren Ende September währenden des laufenden Prozesses festgenommen worden. Einer der Männer soll trotz Führerausweisentzugs wieder am Steuer gesessen haben. Der andere Angeklagte war in Trimbach SO als Beifahrer an einem illegalen Autorennen beteiligt.

U-Haft abelaufen

Das kantonale Haftgericht hatte eine Untersuchungshaft von mindestens jeweils einem Monat angeordnet. Diese U-Haft läuft am 23. Oktober ab. Der dritte Angeklagte im Raserprozess befindet sich auf freiem Fuss. Er hat sich zwischenzeitlich nichts zu Schulden kommen lassen.

Das Haftgericht des Kantons Solothurn hat diesen Antrag heute früh abgewiesen und entschieden, dass die beiden aus der Untersuchungshaft zu entlassen sind. Es sei nicht mit weiteren schweren Delikten zu rechnen, begründet der Haftrichter gegenüber Radio Argovia den Entscheid.

Urteile nächste Woche

Das Amtsgericht Olten-Gösgen wird die Urteile gegen die drei Autoraser am Mittwoch kommender Woche eröffnen. Die Staatsanwaltschaft fordert für den Hauptangeklagten wegen vorsätzlicher Tötung eine Freiheitsstrafe von acht Jahren.

Für die zwei weiteren 20-Jährigen verlangt die Staatsanwaltschaft ebenfalls wegen vorsätzlicher Tötung eine Freiheitsstrafe von je sieben Jahren. Die Verteidigung will für den Hauptangeklagten eine bedingte Freiheitsstrafe von 12 Monaten, für die beiden anderen Männer Freisprüche. (rsn)