Aarburg
Prügelei wegen Hupsignal: Polizei legt Streithähne in Handschellen

Zwischen zwei Autofahrern entbrannte am Mittwoch – mitten im Kreisel beim Autobahn-Anschluss Rothrist – ein handfester Streit mit anschliessender Verfolgungsfahrt. Auslöser war ein Hupsignal nach einem missachteten Vortritt. Die Polizei sucht Zeugen.

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Ein Hupsignal löste einen handfesten Streit zwischen zwei Autofahrern aus. (Symbolbild)

Ein Hupsignal löste einen handfesten Streit zwischen zwei Autofahrern aus. (Symbolbild)

Keystone

Wegen eines harmlosen Hupsignals kam es am Mittwoch in Aarbrug zu einem heftigen Streit zwischen zwei Autofahrern. Im Kreisel beim Autobahn-Anschluss Rothrist spurte ein 21-jähriger Lenker eines silberfarbenen Kia Sorento falsch ein und missachtete dabei den Vortritt eines weissen Mazda CX7, dessen Fahrer hupte.

Dieses Hupsignal reichte offenbar aus, dass der Fahrer des Kia kurzerhand mitten im Verkehr anhielt und den Mazda blockiert, teilt die Kantonspolizei Aargau am Donnerstag mit.

Zusammen mit seinem beifahrenden Bruder stieg der 21-Jährige aus und ging zum Mazda-Fahrer. Laut dessen Aussag soll dieser mit den Fäusten gegen die Seitenscheibe getrommelt haben. Daraufhin stieg der 35-Jährige «Huper» mit einen Schlagstock ebenfalls aus dem Auto aus.

In der Folge entbrannte ein verbaler Streit mit Beschimpungen aller Art, bei dem der Kia-Fahrer dem 35-Jährigen auch einen Faustschlag versetzt haben soll. Der Familienvater bestieg dann sein Auto und alarmierte während der Wegfahrt die Polizei.

Tätlichkeit gegen Polizisten

Die beiden Brüder folgten und zwangen den Mazda im Städtchen Aarburg wieder zum Anhalten. Dabei blockierten sie den übrigen Verkehr abermals. Gegenüber der aufgebotenen Patrouille der Regionalpolizei Zofingen verhielten sich die Brüder so aggressiv, dass diese Verstärkung der Kantonspolizei anforderte. Als einer der 21-Jährigen dann gegenüber den Polizisten tätlich wurde, legten sie beide Brüder in Handschellen.

Sie beschimpften die Polizisten auch danach weiterhin. Die Kantonspolizei befragte schliesslich alle drei Beteiligten auf dem Stützpunkt. Im Kia stellte die Kantonspolizei etwas Marihuana sicher.

Zur Abklärung des Verdachts auf Führen eines Motorfahrzeuges unter Drogeneinfluss ordnete sie im Auftrag der Staatsanwaltschaft beim Fahrer eine Blutund Urinuntersuchung an. Zudem nahm sie dem 21- jährigen Schweizer den Führerausweis zu Handen des Strassenverkehrsamtes ab.

Die Ermittlungen zu den im Raum stehenden Delikten rund um diesen Vorfall sind im Gange.

Die Mobile Einsatzpolizei in Schafisheim (Telefon 062 886 88 88) sucht dazu noch einen Lastwagenfahrer als Augenzeugen. Dieser hielt beim ersten Zwischenfall im Kreisel an und versuchte, den Streit zu schlichten. (edi)

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