Der 61-jährige Mann und seine 64-jährige Frau schilderten, wie sie den Unfall erlebt hatten. Der Mann sagte, er habe vor dem Linksabbiegen zwei bis drei Sekunden innegehalten. Die drei Raserautos habe er jedoch nicht sehen können.

Es sei neblig gewesen. Seine nächste Erinnerung sei das Spital, wo er von einem Polizisten vom Unfall erfuhr. An der Unfallstelle habe "dichter Nebel" geherrscht, schilderte auch seine Ehefrau und Beifahrerin. Sie sah ebenfalls keine Autos entgegenkommen.

"Ich hörte ohrenbetäubenden Lärm - dann wurde es schwarz", sagte die Frau. Beide trugen Verletzungen davon, unter denen sie bis heute leiden. Ihr Auto war korrekt unterwegs.

Anklage lautet auf vorsätzliche Tötung

Den drei 20-jährigen Angeklagten werden vorsätzliche Tötung und vorsätzliche schwere Körperverletzung vorgeworfen. Sie müssen sich zudem wegen vorsätzlicher einfacher Körperverletzung sowie grober Verletzung der Verkehrsregeln verantworten.

Sie hatten in ihren drei Autos in der Nacht auf den 8. November 2008 mit 116 bis 129 Kilometern pro Stunde anstatt der erlaubten 50 km/h die Ortseinfahrt Schönenwerd passiert. Kurz darauf rasten sie in das Auto des Ehepaars, das zum Abbiegen die Fahrbahn überqueren wollte.

Führerausweis nach wenigen Fahrstunden

Die drei wurde am Montag vom Gericht zu ihrer Person befragt. Einer der damals 18-Jährigen verlor nach dem Unfall sofort seine Stelle. Alle drei gaben weitgehend das Bild von Junglenkern ab.

Sie hatten die Fahrprüfung jeweils nach wenigen Fahrstunden bestanden und besassen den Führerschein noch kein Jahr. Der Führerschein ist ihnen seit dem Unfall entzogen.

Zum Unfall werden die drei Angeklagten griechischer, türkischer und kroatischer Herkunft erst am Donnerstag befragt. Für den Freitag sind die Plädoyers des Staatsanwalts sowie der Verteidiger angekündigt. Das Urteil wird Ende Oktober verkündet.