Sexuelle Belästigung

Prozess gegen Harvey Weinstein auf September verschoben

Das Strafverfahren gegen den früheren Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein wegen sexueller Übergriffe soll laut einem Entscheid vom Freitag erst im September beginnen.

Das Strafverfahren gegen den früheren Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein wegen sexueller Übergriffe soll laut einem Entscheid vom Freitag erst im September beginnen.

Der Prozess gegen den früheren Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein wegen sexueller Übergriffe ist um drei Monate auf den 9. September verschoben worden. Dies teilte ein Richter in New York am Freitag (Ortszeit) mit.

Der Entscheid fiel nach einer gerichtlichen Anhörung hinter verschlossenen Türen. Mit dem Medienausschluss würden Weinsteins Rechte auf einen fairen Prozess und das Recht der Zeuginnen auf Privatsphäre gewahrt, hiess es von dem Gericht. In dem Prozess ist Weinstein unter anderem wegen sexueller Übergriffe auf zwei Frauen angeklagt - darunter eine Vergewaltigung. Der Prozess könnte fünf Wochen dauern. Im Fall einer Verurteilung droht dem 67-Jährigen eine lebenslange Haft.

Der einstige Filmmogul Weinstein wird von mehr als 80 Frauen beschuldigt, sie sexuell belästigt oder gar vergewaltigt zu haben. Unter ihnen sind Filmstars wie Angelina Jolie, Salma Hayek und Ashley Judd. Angeklagt ist er aber nur in den Fällen zweier Frauen; viele der übrigen Fälle sind verjährt. Der Ex-Filmmogul behauptet, jegliche sexuelle Handlungen hätten einvernehmlich stattgefunden.

Der Fall Weinstein hatte eine weltweite Kampagne gegen sexuelle Belästigung ausgelöst. Unter dem Hashtag #MeToo machten zahlreiche Missbrauchsopfer ihre Erfahrungen öffentlich. Unter den Beschuldigten sind viele Prominente.

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