Langnau am Albis
Protestfahrt: IG Motorrad fordert sichere Leitplanken am Albispass

Rund 100 Motorradfahrer haben sich am Samstag auf der Albis-Passstrasse versammelt, um einem Ende Juni tödlich verunglückten Motorradfahrer zu gedenken. Die IG Motorrad fordert, dass die Leitplanken am Albispass ersetzt werden.

Drucken
Teilen
Ausblick vom Albispass

Ausblick vom Albispass

AZ

Die Aktion sei ein Protest gegen die Untätigkeit des Zürcher Tiefbauamtes gewesen, heisst es in der Mitteilung. Bereits am 15. Juli 2005 habe die IG Motorrad im Rahmen einer gemeinsamen Begehung das Amt auf die tödlichen Gefahren aufmerksam gemacht, die von den Leitplanken am Albispass ausgehen.

Zur Gedenk- und Protestfahrt hatte die im Internet aufgerufen. Anlass dazu war ein tödlicher Unfall auf der Albis-Passstrasse. Ein 20-Jähriger war am 28. Juni mit seinem Töff gestürzt. Er und sein Motorrad rutschten über die Gegenfahrbahn und knallten in die Leitplanke. Dabei wurde der Motorradfahrer so schwer verletzt, dass er noch auf der Unfallstelle verstarb.

Die IG Motorrad fordert, dass entlang der Albis-Passstrasse, aber auch überall in der Schweiz, die Leitplanken mit einem Unterfahrschutz ausgerüstet werden. Hätte das Tiefbauamt die Massnahme umgesetzt, könnte der 20-Jährige vielleicht noch am Leben sein, schreibt die Organisation.

Die IG Motorrad besteht seit 2002 und hat rund 3000 Mitglieder. Sie wehrt sich nach eigenen Angaben «gegen unsinnige Bevormundung und Einschränkung der Freiheit der Motorradfahrer, aber für sinnvolle Massnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit». (sda)

Aktuelle Nachrichten