Tierquälerei
Polizisten retten 23 Hunde aus verdreckter Wohnung

In einer stark riechenden Wohnung an der Reinacherstrasse in Basel hat die alarmierte Polizei am Samstag 23 Hunde angetroffen. Die Beamten beschlossen, die Tiere dem Veterinäramt zu übergeben. Beim Abtransport wurden vier Polizisten gebissen.

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In Basel haben Polizisten 23 Hunde beschlagnahmt (Symbolbild)

In Basel haben Polizisten 23 Hunde beschlagnahmt (Symbolbild)

Keystone

Die Tiere gehörten einer 59-jährigen Frau und deren 17-jähriger Tochter, wie die Basler Polizei am Montag mitteilte. Die Frauen gaben an, die Hunde zwei Tage zuvor billig auf einem Bauernhof gekauft zu haben. Sie wollten die Tiere weiter verkaufen mit der Absicht, ihnen ein besseres Zuhause zu bieten.

Der Gestank war offenbar derart penetrant, dass Nachbarn die Polizei alarmiert hatten. Beim Abtransport der 23 Hunde, darunter fünf Welpen und zwei trächtige Weibchen, versuchten die Frauen, einzelne Tiere zurückzubehalten, hiess es weiter. Sie hätten dazu Hunde in Schränken versteckt.

Nur fünf Tiere sind mit Daten-Chips markiert

Die Mischlinge würden nun abgeklärt, sagte Kantonstierarzt Markus Spichtig auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Nur fünf Tiere seien mit Daten-Chips markiert. Einige seien nicht sozialisiert, weshalb sie auch die Beamten gebissen hätten, sagte Spichtig weiter. Diese Hunde müssten vermutlich eingeschläfert werden.

Die beiden Frauen müssen laut Spichtig noch über den Ursprung der Tiere befragt werden. Die Tiere könnten nicht in die Wohnung zurück kehren; diese sei nicht geeignet für die Hundehaltung. Er schloss nicht aus, dass einige Hunde ins Tierheim gegeben werden, das sie dann an neue Halter vermitteln solle.

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